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Helfer im Dauereinsatz

Tief „Herwart“ bläst Bäume um

Die durch die Zeitumstellung gewonnene Stunde konnten freiwillige Helfer in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden Sonntagfrüh gleich wieder „in den Wind schreiben“. Sturmtief „Herwart“, das in der Nacht und am Morgen mit starken Böen über die Region fegte, sorgte für dutzende Einsätze und Hilfeleistungen.

veröffentlicht am 29.10.2017 um 16:19 Uhr
aktualisiert am 29.10.2017 um 18:10 Uhr

THW-Helfer bereiten sich auf ihren Einsatz vor. Zwischen Lügde und Bad Pyrmont kippte ein Baum gegen eine Oberleitung. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Pausenlos rückten Feuerwehren aus, um Bäume von Straßen zu ziehen oder Dächer zu kontrollieren.

Allein in Hameln wurde die Polizei zu 14 unwetterbedingten Einsätzen gerufen. In der Kaiserstraße und der Altstadt fielen Ziegel von Dächern. Altkleidercontainer seien umgeweht und Mülltonnen vom Wind gegen Autos gedrückt worden, so eine Beamtin.

Und immer wieder krachten Bäume um. Gleich drei Fichten wurden an der Fischbecker Landstraße entwurzelt und fielen um kurz vor 6 Uhr auf die Bundesstraße 83. Bei Bad Münder holten Feuerwehrleute einen Baum von der B 442. Auch in den Bereichen von Aerzen, Salzhemmendorf, Hessisch Oldendorf rückten Freiwillige aus, um Bäume oder Äste von Fahrbahnen und Gehwegen zu ziehen. In Löwensen fiel ein Baum auf ein abgestelltes Auto. Auf einem Grundstück an der Friedrichstraße in Hameln begrub ein Baumstamm einen Opel. Ein großer Schaden am Fahrzeug entstand nicht.

Einsatz an der Fischbecker Landstraße in Hameln. Foto: fn
  • Einsatz an der Fischbecker Landstraße in Hameln. Foto: fn
„Zug fällt aus“: In Norddeutschland wurde der Bahnverkehr infolge des Sturms eilweise eingestellt. Reisende strandeten an den Bahnhöfen. Foto: fn
  • „Zug fällt aus“: In Norddeutschland wurde der Bahnverkehr infolge des Sturms eilweise eingestellt. Reisende strandeten an den Bahnhöfen. Foto: fn

Infolge des Sturms hatte die Bahn aus Sicherheitsgründen den Zugverkehr in Norddeutschland teilweise eingestellt. Auch auf der Strecke von Paderborn nach Hannover fuhren bis in den späten Vormittag hinein keine Züge. Auch die Nordwestbahn stand still. Reisende machten im Bahnhof gleich wieder kehrt. Fahrgäste, die Anschlusszüge in Hannover erreichen wollten, suchten vergeblich nach Informationen, wie sie ihre Ziele erreichen konnten. Auf der Anzeigetafel hieß es zunächst lediglich, dass der Zugverkehr bis 10 Uhr eingestellt sei. Um 10.20 Uhr rollte die erste S-Bahn in Richtung Hannover – allerdings noch ohne Fahrgäste. Nur wenige Minuten später wurden Helfer vom Technischen Hilfswerk, Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr nach Bad Pyrmont gerufen. 400 Meter vom Bahnhof hatte sich ein entwurzelter Nadelbaum in der Oberleitung verfangen. THW-Bergungsgruppen bauten auf den Gleisen eine Arbeitsbühne auf, von der aus sie den Baum zerschnitten. Der Zugverkehr rollte währenddessen auf einem Nachbargleis.

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