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Holzmindener Konzern übernimmt US-amerikanisches Unternehmen

Symrise kauft für 785 Millionen Euro ein

HOLZMINDEN. Das größte Unternehmen des Weserberglandes will noch größer werden: Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise kauft dafür in den USA ganz groß ein. Der Preis liegt bei 900 Millionen US-Dollar – umgerechnet rund 785 Millionen Euro – und wird aus Fremd- und Eigenkapital finanziert.

veröffentlicht am 01.02.2019 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 01.02.2019 um 19:50 Uhr

Der Holzmindener Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise geht auf Einkaufstour in den USA. Die Umsatzziele sind enorm – da helfen auch Übernahmen. Foto: dpa
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Mit den Eigentümern des in Missouri sitzenden Unternehmens ADF/IDF sei die Übernahme des „führenden Anbieters von natürlichen Inhaltsstoffen insbesondere für Heimtiernahrung“ vereinbart worden, teilte Symrise-Vorstandschef Dr. Heinz-Jürgen Bertram mit. Der Kaufpreis liege bei 900 Millionen US-Dollar – umgerechnet rund 785 Millionen Euro – und werde aus Fremd- und Eigenkapital finanziert, heißt es in Holzminden. Mit der Transaktion verstärkt Symrise seine Aktivitäten im Bereich der Heimtiernahrung und erweitert zugleich seine US-Präsenz. Der Kauf soll sich sofort positiv bemerkbar machen und bereits ab dem ersten Jahr nach Abschluss einen positiven Beitrag zum Holzmindener Ergebnis leisten.

Den Angaben der Symrise-Chefetage zufolge erzielte ADF/IDF mit 470 Mitarbeitern einen Umsatz von 220 Millionen Dollar und eine Ebitda-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 23 Prozent. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt, dass übliche Abschlussbedingungen erfüllt werden.

Die Akquisition passt zur jüngst ausgegebenen Strategie des weltweit agierenden Konzerns. Symrise will seinen Umsatz bis 2025 in etwa verdoppeln. Angetrieben von einem jährlichen Wachstum aus eigener Kraft um 5 bis 7 Prozent sowie Übernahmen, soll der Umsatz bis dahin auf 5,5 bis 6 Milliarden Euro steigen, wie das Unternehmen Mitte Januar im Rahmen eines Kapitalmarkttages mitgeteilt hatte. Zum Vergleich: Für 2018 hatte der MDax-Konzern ein Wachstum aus eigener Kraft auf mindestens rund 3,2 Milliarden Euro angepeilt. Trotz geplanter Investitionen sollen weiterhin 30 bis 50 Prozent des Gewinns als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Das Unternehmen ADF/IDF (die Abkürzung steht für American Dehydrated Foods/International Dehydrated Foods) wurde 1978 gegründet und ist ein Spezial-Anbieter von Inhaltsstoffen für Heimtiernahrung und Lebensmittel auf Basis von Fleisch und Ei. ADF/IDF verfügt über elf Produktionsstätten und zwei technische Zentren in Nordamerika. Die von ADF/IDF produzierten Ernährungs- und Geschmackslösungen für Heimtiernahrung und Lebensmittel ergänzen das Symrise-Angebot. „Die Akquisition von ADF/IDF zahlt perfekt auf unsere Strategie ein, in schnell wachsende Geschäftsfelder mit hohen Margen zu expandieren“, sagt Symrise-Chef Bertram. Und: „Mit der Akquisition weiten wir unsere globale Präsenz aus, insbesondere in den Vereinigten Staaten, die ein strategisch bedeutender Wachstumsmarkt für uns sind.“ Mit dem Kauf will Symrise seine Aktivitäten im schnell wachsenden Heimtiernahrungsgeschäft vergrößern und seine Position im Lebensmittelmarkt ausbauen. Erst 2014 hatte Symrise die französische Diana-Gruppe, einen der damals führenden Hersteller von Tiernahrung und Lebensmittelzusätzen, gekauft. Symrise geht verstärkt Partnerschaften mit multinationalen Firmen sowie schnell wachsenden regionalen Marken in den Vereinigten Staaten ein, die zu einem der wichtigen Wachstumsmärkte des Unternehmens zählen. Im Gegenzug profitiert ADF/IDF von den Ressourcen und der Expertise von Symrise außerhalb des US-amerikanischen Marktes.

Symrise ist mit 100 Standorten in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten.



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