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Mehrheitsgruppe im Kreistag Hameln-Pyrmont enttäuscht von Tennet / Klage wahrscheinlich

Suedlink: FDP fordert Planungsstopp

Weserbergland. Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Piraten im Kreistag Hameln-Pyrmont reagiert enttäuscht auf die jüngste Informationsveranstaltung des Netzbetreibers Tennet zur geplanten Starkstromtrasse Suedlink in Hameln. Zwei Tage vor der angekündigten Veröffentlichung der Planungsgrundlage im Internet habe es keine Stellungnahme des Netzbetreibers gegeben. Die Mehrheitsgruppe im Kreistag hält eine Klage gegen die derzeit diskutierte Trassenführung durch das Weserbergland daher für unausweichlich. „Es ist eindeutig Absicht an dieser Vorgehensweise zu erkennen. Erst nach der letzten Veranstaltung in der Öffentlichkeit werden die etwa 3000 Seiten publik gemacht. So geht man der Konfrontation und gezielten Nachfragen aus dem Weg“, erklärt der Kreistagsabgeordnete Thomas Jürgens (Grüne). Die ursprünglich geplanten zwei Trassen würden nun auf einer einzigen realisiert.

veröffentlicht am 09.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

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Auf dem linken Arm hänge der Strang Wilster–Grafenrheinfeld und auf dem rechten Trassenarm Brunsbüttel–Großgartach. Erstere sei ursprünglich als Erdkabel-Pilotprojekt ausgewiesen gewesen. Letztere dagegen zur Stromübertragung per Freileitung vorgesehen. Nun werde alles auf eine Freileitung gepackt und damit Geld auf Kosten der Bevölkerung gespart, ärgert sich Ruth Leunig für die Sozialdemokraten im Kreistag. „Wir werden uns ab dem 10. Oktober durch die den Landkreis Hameln-Pyrmont betreffenden 1000 Seiten Begründung arbeiten“, betont Britta Kellermann (Grünen).

Auch die FDP äußert sich zur Informationsveranstaltung. „Das war eine Farce und eigentlich völlig überflüssig“, so Klaus-Peter Wennemann. Die vielfältigen Aktivitäten der Verwaltung zeigten dem Bürger, dass man das Thema ernst nehme und sich kümmere, was jedoch „das Geld der Steuerzahler kostet“. Wennemann wirft weiter die Frage auf, warum Tennet im Weserbergland noch Infoveranstaltungen abhalte, diese in Bayern aber bereits abgesagt habe. Nach den Ausführungen des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer wird es eine Stromtrasse nicht geben, weil der Strom, der durch die Trasse vom Norden in die süddeutschen Industriegebiete befördert werden soll, überhaupt nicht gebraucht werde. Mit der Verunsicherung der Bürger im Weserbergland müsse Schluss sein, so Wennemann. Die FDP fordere daher einen „sofortigen Planungsstopp“. Das bekräftigt auch

der FDP-Landtagsabgeordnete Hermann Grupe. Wie in Hameln-Pyrmont werde auch im Landkreis Holzminden heftig um das Projekt gestritten, so Grupe.

Klaus-Peter Wennemann nimmt auch Michael Vietz (CDU) und Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) in die Pflicht. Von „unseren Bundestagsabgeordneten in der Regierungskoalition dürfen wir klare Aussagen erwarten“, fordert er eine öffentliche Veranstaltung mit beiden Politikern. cbo



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