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Fünf Verletzte bei 15 Glätte-Kollisionen

Sturmtief "Egon" - Schnee, Eis und viele Unfälle

Weserbergland. Das gefürchtete Sturmtief "Egon" hat den Landkreis Hameln-Pyrmont in der Nacht von Donnerstag auf Freitag glücklicherweise nur gestreift, aber dennoch für Wirbel gesorgt. Nach Mitternacht fielen lediglich ein paar Flocken vom Nachthimmel. Erst am Morgen fing es in Hameln an zu schneien.

veröffentlicht am 13.01.2017 um 09:36 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 17:44 Uhr

Nach Angaben der Polizei-Leitstelle in Hameln ereigneten sich zwischen 5 Uhr und 15 Uhr kreisweit 15 Glätte-Unfälle, bei denen fünf Menschen leicht verletzt wurden. Autos rutschten in Gräben oder prallten gegen Schutzplanken; es gab aber auch witterungsbedingte Auffahrunfälle. Auf der Bundesstraße 83 bei Hessisch Oldendorf verunglückte gegen 10 Uhr ein junger Mann (22) aus Rinteln. Sein Opel Astra kam auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern und krachte gegen die Leitplanke. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Frontschürze und ein Hinterrad des Kleinwagens abgerissen. Unfallursache laut Polizei: unangepasste Geschwindigkeit und mindestens ein total abgefahrener Reifen. Glücklicherweise ist der Opel nicht vor ein entgegenkommendes Auto gerutscht. Der Fahrer hätte bei einer Kollision ums Leben kommen können.
Auf Nummer sicher ging das Hamelner Schiller-Gymnasium, das gerade sein 150-jähriges Bestehen feiert. Weil es glatt war, wurde der Sternmarsch zur Hochzeitshaus-Terrasse und das dort geplante Event in letzter Minute abgesagt.
Der Deutsche Wetterdienst warnte am Freitagvormittag noch vor Starkschneefall, Sturm- und Orkanböen. Die meisten Unwetterwarnungen wurden am Nachmittag jedoch aufgehoben. Am Vortag hatte der DWD vor starkem Schneefall und Verwehungen gewarnt. Mehrere Tausend Schüler freuten sich auf Schulausfall. Doch daraus wurde nichts.
Die Kooperative Regionalleitstelle (KRL) und das DRK hatten sich gut vorbereitet und nach Angaben des stellvertretenden KRL-Leiters, Kay Leinemann, im gesamten Landkreis fünf zusätzliche Rettungswagen mit Allradantrieb postiert. Das Schneechaos blieb aus. Nicht weit entfernt sah es ganz anders aus. Dichtes Schneetreiben in der Region Hannover. Der heimische Bergungsexperte Andreas Schmidt musste dort helfen. Auf der Bundesstraße 6 bei Frielingen in der Nähe von Garbsen geriet ein Sattelzug außer Kontrolle. Der 40-Tonner krachte erst gegen eine Schutzplanke, walzte dann mehrere Bäume nieder und landete schließlich im Seitenraum. „Wir sind um 3 Uhr gerufen worden, haben den Havaristen im dichten Schneetreiben mithilfe eines großen Bergungsschleppers und zwei 30-Tonnen-Winden wieder auf die Fahrbahn gezogen“, berichtet Schmidt. Geschätzter Schaden: 60 000 Euro. Brummi-Kapitäne hatten vielerorts Mühe, ihre 40-Tonner auf der Straße zu halten. Manchmal ging nichts mehr: In Capellenhagen saß ein Lastwagen fest.
Der Deutsche Wetterdienst gab am Freitagnachmittag eine Frostwarnung heraus. Die Straßen im Landkreis Hameln-Pyrmont könnten bis Samstagmittag glatt sein, hieß es.
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Endstation Leitplanke: Dieser Opel Astra hat nur noch Schrottwert.


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