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Angestellte im öffentlichen Dienst folgen Aufruf von Verdi

Streik: Deshalb bleibt Dienstag der Müll stehen

Hameln-Pyrmont. Im Landkreis wird am Dienstag die eine oder andere Mülltonne stehen bleiben. Die Kreisabfallwirtschaft (KAW) gibt bekannt, dass der Streik im öffentlichen Dienst, zu dem Verdi aufgerufen hat, auch die Müllabfuhr einschränken wird.

veröffentlicht am 25.04.2016 um 18:36 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Man würde versuchen, mit dem bestehenden Personal so viele Bereiche wie möglich abzufahren, teilt die KAW am Montag mit. Dennoch könne man nicht verhindern, dass Tonnen gefüllt stehen bleiben. Alle Abfuhren, die heute ausfallen, sollen in den kommenden Tagen nachgeholt werden. Deshalb bittet KAW-Betriebsleiterin Sabine Thimm darum, „die Restmüll-, Bio- und Papiertonnen ebenso wie die Gelben Säcke, Grünschnitt oder Sperrmüll wie gewohnt bereitzustellen und bis zur Abfuhr zugänglich zu halten“. Auch der Entsorgungspark wird laut KAW bestreikt und bleibt damit heute geschlossen.

Doch nicht nur die KAW wird vom Streik im öffentlichen Dienst betroffen sein. Verdi hat alle Beschäftigten bei Bund und Kommunen zum Niederlegen der Arbeit aufgerufen. Laut Stefanie Reich von Verdi „sind die Landkreise Schaumburg, Holzminden, Hildesheim und Hameln-Pyrmont sowie Hannover und das gesamte Umland“, aufgerufen. Pendler, die nach Hannover reisen, müssen sich also auf Behinderungen einstellen, da auch die Hannoveraner Üstra betroffen sein wird.

In Hameln gehören zu den zum Streik aufgerufenen Bereichen laut Jan Orbach von Verdi die komplette städtische Verwaltung und Einrichtungen wie Museen, die Bücherei, das Theater und auch Kindertagesstätten – also alle, die nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst besoldet werden. Im letzten Jahr hatten die Beschäftigen der Kitas den Groll vieler Eltern auf sich gezogen, als sie mehrmals mehrere Tage am Stück streikten, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Laut Orbach sind auch Mitarbeiter des Hamelner Sana-Klinikums und der Sparkasse Hameln-Weserbergland zum Streik aufgerufen.

„Verdi fordert für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat“, erklärt Sabine Reich von Verdi den Hintergrund des aktuellen Streiks. Er solle dazu beitragen, vor der nächsten Verhandlungsrunde – am 28. und 29. April – den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

„1 Prozent für sieben Monate dieses Jahr, 2 Prozent im nächsten Jahr. Das Angebot der Arbeitgeber bedeutet unterm Strich Reallohnverluste. Die Beschäftigten sind nicht bereit, dies hinzunehmen und machen vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck für ein Angebot, das ihre Arbeitsleistung angemessen berücksichtigt“, sagt Reich.

In Hannover wird es heute gegen 11 Uhr eine Kundgebung geben. Die Teilnehmer wollen dann in zwei Demonstrationszügen zum Hannoveraner Trammplatz ziehen.



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