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Reaktion auf Brandserie: Nachtabschaltung in Aerzen und Emmerthal vorübergehend aufgehoben

Straßen bleiben durchgehend beleuchtet

Aerzen/Emmerthal. Die umstrittene Nachtabschaltung in Aerzen und Emmerthal ist vorübergehend ausgesetzt worden. Das bestätigten Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner und Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel auf Nachfrage. Beide Verwaltungsspitzen hätten in gegenseitiger Absprache auch in Abstimmung mit der Polizei entschieden, die Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden durchgehend anzulassen. Die Regelung solle so lange gelten, wie die Brandserie anhält. Allerdings, so betonen Wagner und Günzel übereinstimmend, könnten sie bei den mittlerweile 13 Feuern der vergangenen Wochen, die überwiegend in den beiden Gemeindegebieten waren, keinen Zusammenhang zwischen den Bränden und unbeleuchteten Straßen sehen. Dort, wo Feuer gelegt wurden, würden ohnehin keine Lampen stehen, heben sie hervor. Und: Die Taten hätten sich meistens zu einer Uhrzeit ereignet, zu der die Beleuchtung noch eingeschaltet gewesen sei. Schon länger hatten Einwohner aus beiden Gemeinden ihre Sorgen geäußert, dass die Sicherheit durch die dunklen Straßen gefährdet werde – was nun nach der für viele Aerzener und Emmerthaler unheimlichen Brandserie noch verstärkt wird. „Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung spielt bei unserer Entscheidung eine Rolle“, sagt Bürgermeister Wagner. „Wir wollen da wieder etwas Ruhe reinbringen“, hebt auch Günzel hervor. „Wenn es uns gelingt, den Täter von weiteren Bränden abzuhalten, ist das sinnvoll“, meint der Erste Gemeinderat.

veröffentlicht am 20.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Für Bürgermeister Wagner geht es besonders darum, dass die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren nicht in der Dunkelheit zu den Tatorten und anschließend zurück zu ihren Wohnungen müssten. „Damit will ich meine Feuerwehrleute aktiv unterstützen“, sagt Wagner, der zuletzt immer vor Ort bei den Bränden war. In dem letzten Feuer in der vorangegangenen Nacht sieht er eine „neue Stufe als erreicht an“. Nicht mehr die Außenbereiche seien betroffen, sondern inzwischen ein Industriegebiet. Wagner: „Das ist eine beklemmende und bedrückende Situation.“ cb



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