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So sollen Autofahrer und Fußgänger künftig sicherer über die Steinberger Kreuzung kommen

Steinberger Kreuzung: Weg mit den Gefahren!

STEINBERGEN. „Das Ende der Kreuzung, wie wir sie kennen“, könnte man den Umbau des historischen Knotenpunkts überschreiben. Nun, ganz so arg wird es nicht kommen. Doch wie wird die Steinberger Kreuzung aussehen, wenn sie im Herbst fertiggestellt sein wird? Unsere Zeitung hat sich mit Projektingenieur Holger Fröhlingsdorf zu einem kurzen Pressetermin auf der Baustelle verabredet.

veröffentlicht am 10.04.2017 um 09:26 Uhr

Die alten Verkehrsinseln sind verschwunden, ein Bagger trägt die Böschung ab. Die Vermessungstechniker lassen sich durch den Baustellenverkehr nicht stören. Foto: jan
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Jan Oldehus Reporter zur Autorenseite
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„Der Steinberger Pass als wichtigster Wesergebirgsdurchlass zwischen Hameln und Minden war bereits in germanischer und sächsischer Zeit von großer Bedeutung“, ist auf der Homepage „Ortsspaziergang“ unter www.rinteln.de nachzulesen. „Im Mittelalter kreuzten sich dort die Fernhandelswege zwischen Osnabrück, Braunschweig und Hildesheim sowie zwischen Bremen und Nürnberg.“ Wir befinden uns also auf von alters her verkehrstechnisch bedeutsamem Boden. So wurde die heutige Bundesstraße 83 schon im Jahr 1802 zur Chaussee für den überregionalen Post- und Frachtverkehr ausgebaut. Jüngste Verkehrszählungen ergaben zu Spitzenzeiten 3300 Autos, Lkw und Motorräder pro Stunde. Kein Wunder, dass die Landesbehörde den Schritt zum Umbau in Angriff genommen hat: Fahrbahnverdrückungen und Materialermüdung im Unterbau (wir berichteten) sind eine Sache, häufige Ausfälle der Ampelanlage eine andere. Hinzu kommt: Die nicht vorhandene Trennung von Linksabbieger- und Geradeausverkehr führte laut Amtsleiter Markus Brockmann zu einer Unfallhäufung. Die Bauarbeiten gehen jetzt in die vierte Woche. Wie soll „gegengesteuert“ werden? Ein Spaziergang wird das sicherlich nicht.

Holger Fröhlingsdorf vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, lenkt seinen Dienstkombi flott durch die Absperrungen auf der Baustelle, stoppt vor einem Haufen Mineralgemisch und schaltet das gelbe „Kojak“-Blinklicht auf dem Dach seines Wagens ein. Er hat vor der Baustellenbesprechung kurz Zeit. „Was möchten Sie wissen? Wir haben keine Geheimnisse“, sagt der Projektingenieur halb im Scherz, halb im Ernst, während zwei Vermessungstechniker ihrer Arbeit nachgehen und der Oevermann-Baggerfahrer Tonnen von Erdreich in einen Muldenkippersattelzug befördert. Das Fundament für die Gabionenwand entlang der Böschung (auf der Skizze am unteren Bildrand) wird vorbereitet. Zig Tonnen Erdreich sind hier abgetragen worden, um Platz für eine zusätzliche Linksabbiegespur Richtung A 2 und Bückeburg zu schaffen. Der dort verlaufende Gehweg wird zur Böschung hin verlegt und später von der mächtigen Gabionenwand gesäumt. Im Moment kaum vorstellbar, dass in der Kurve später Platz für noch eine Fahrspur sein soll.

„Doch, doch“, sagt Fröhlingsdorf, „und dabei wird der neue Gehweg sogar noch ein bisschen breiter als der alte.“ Für Fußgänger soll es auf der Kreuzung also bequemer werden? „Vor allem sicherer“, sagt Fröhlingsdorf und entfaltet im Baustellenbüro der Firma Oevermann eine Planskizze. „Erstens: Die neue Dreiecksinsel wird größer sein als die alte. Zweitens: Der neue Fußgängerüberweg führt künftig in einem Rutsch über alle vier Fahrspuren: die Geradeausspur Richtung Obernkirchen, die beiden Linksabbiegespuren zur A 2 und die Rechtsabbiegespur aus Richtung A 2/Bückeburg. Der frühere Zebrastreifen bleibt, wo er war. Insgesamt bedeutet das: kürzere Wege für Fußgängerquerungen.“ Die ehemalige zweite, kleinere Verkehrsinsel entfällt zugunsten der zusätzlichen Linksabbiegespur zur A 2. Die Lichtzeichenanlage wird komplett neu gebaut und den aktuellen Bedürfnissen angepasst.

Auf der Planskizze des Landesstraßenbauamts ist die neue Verkehrsinsel gut zu erkennen.
  • Auf der Planskizze des Landesstraßenbauamts ist die neue Verkehrsinsel gut zu erkennen.

Apropos Autobahn: Warum wird die B 83 in dieser Richtung nicht gleich ganz bis zur A-2-Anschlussstelle neu asphaltiert (wir berichteten)? „Dort sind zwar auch Straßenschäden“, sagt Fröhlingsdorf, „aber von da an, wo die Vierspurigkeit der Bundesstraße beginnt, planen wir bereits heute mit dem späteren Einbau einer durchgezogenen Mittelschutzplanke. Diese Mitteltrennung kennt man etwa von der B 217 bei Springe. Dort ist das Unfallgeschehen deswegen extrem runtergegangen.“

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