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Stadt Göttingen fordert AKW-Aus in Grohnde

GÖTTINGEN/GROHNDE. Als erste Großstadt in Deutschland verlangt Göttingen eine sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks Grohnde im Kreis Hameln-Pyrmont. Der Göttinger Stadtrat verabschiedete am Freitagabend mehrheitlich einen entsprechenden Appell an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne).

veröffentlicht am 14.05.2017 um 15:53 Uhr

Das Ministerium ist die zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde. Im alternden AKW Grohnde seien „immer mehr Störfälle, Baumängel und Pannen zu verzeichnen“, heißt es in der Resolution. Es bestünden Bedrohungen etwa durch Flugzeugabstürze. Für einen großen atomaren Unfall gebe es keine hinreichenden Katastrophenschutzpläne. Am 10. März wurde das Kraftwerk kurzzeitig geräumt, weil es keinen Funkkontakt zu einem Deutschland überfliegenden Verkehrsflugzeug gab. In den vergangenen Wochen hatten sich bereits mehrere Kommunen in Nordrhein-Westfalen wie Vlotho und Detmold für eine schnelle Abschaltung des AKW eingesetzt. Bürger aus dem Weserbergland wollen zudem mit einer Klage die Stilllegung erzwingen. Nach dem Atomgesetz darf Grohnde noch bis Ende 2021 laufen.Der Umweltminister hat bislang keine Handhabe gesehen, die für ein vorzeitiges Aus sorgen könnte, machte aber zuletzt bei einem Besuch in Grohnde deutlich: „Die Sicherheit der Bevölkerung setzt zu jeder Zeit die Sicherheit des Betriebs der Anlage voraus“, sagte Wenzel und fordert von Preussen Elektra. „Der Betreiber ist verpflichtet, bis zum letzten Tag des Betriebs Investitionen zur Verbesserung der Sicherheit zu tätigen.“epd



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