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Steigende Zahl von Asylbewerbern stellt Hessisch Oldendorf vor Probleme

Stadt fehlen Wohnungen

Hessisch Oldendorf. Bei einem Blick auf die Angebote des Wohnungsmarkts hat es den Anschein, dass es bei der großen Zahl der zu vermietenden Wohnungen keine Schwierigkeit sein dürfte, etwas Passendes zu finden. Margareta Seibert, Leiterin des Fachbereichs II im Hessisch Oldendorfer Rathaus, hat aber dennoch Probleme, Wohnungen zu finden. Ihre Aufgabe ist die Beschaffung und Erstausstattung von Wohnungen für Asylbewerber, die der Stadt Hessisch Oldendorf nach dem Aufnahmegesetz vom Landkreis Hameln-Pyrmont zugewiesen werden.

veröffentlicht am 08.04.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Barbara Jahn-Deterding
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„In den letzten zwei Jahren stieg diese Zuweisungsrate durch erhöhte Flüchtlingszahlen an. Es handelt sich um einen bundesweiten Anstieg, der nicht isoliert in Hessisch Oldendorf eintritt, sondern alle Kommunen betrifft“, betont Seibert. Die Aufnahmequote des Landkreises lag 2012 und 2013 bei 152 Menschen, im Jahr darauf waren es bereits 185. Das bedeutet im Landkreis Hameln-Pyrmont einen Anstieg der Aufnahmequote um 22 Prozent. Für die Stadt Hessisch Oldendorf macht das ein Plus von sogar 26 Prozent aus. Waren es 2012/13 noch 19 Menschen, die im Stadtgebiet untergebracht werden mussten, stieg die Zahl 2013/14 auf 24 Asylbewerber an.

„Seit der Schließung des Sozialamtes in Hessisch Oldendorf hat sich die Personenzahl, die uns zugewiesen wird, von durchschnittlich sieben Personen in den Jahren 2007/08 bis 2011/12 auf 24 in 2013/14 mehr als verdreifacht“, führt die Amtsleiterin aus. „Tatsächlich hat die Stadt Hessisch Oldendorf 2013 insgesamt 20 Personen untergebracht. In den ersten zweieinhalb Monaten des Jahres 2014 sind es bereits zwölf Menschen. Der Landkreis erstattet zwar die Aufwendungen für die Unterbringung der zugewiesenen Personen, aber wir haben nur einen Vorlauf von sieben Tagen, um geeigneten Wohnraum zu finden und auszustatten“, sagt die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. „Momentan fehlt eine Wohnung für eine sechsköpfige Familie“, fügt sie hinzu und appelliert an Vermieter, sich im Rathaus zu melden, wenn sie Wohnungen zur Verfügung stellen können.

Generell habe man im Rathaus großes Interesse an Wohnungen für Asylbewerber. Doch es sei schwierig, in der Kernstadt und in den 23 Dörfern Unterkünfte zu finden. „Wir sehen unseren Auftrag darin, Menschen aus Kriegsgebieten und Krisengebiete aufzunehmen und sie in unserem Land willkommen zu heißen und ihnen eine menschenwürdige Unterkunft zur Verfügung zu stellen“, führt Seibert aus. Für sie ist es mit der Unterbringung aber noch nicht getan, denn „wir verhandeln derzeit mit dem Landkreis, dass sich auch die psychosoziale Betreuung verbessern müsste, um den Start in der neuen Stadt und Umgebung zu erleichtern und damit auch den Integrationsprozess zu optimieren“.



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