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Missbrauchsfall Elbrinxen: Ermittler durchforsten Kellerraum im Haus von Mario S.

Spurensuche führt erneut nach Steinheim

STEINHEIM / BIELEFELD. Im Missbrauchsfall Elbrinxen hat die Polizei am Mittwoch eine weitere Durchsuchung vorgenommen. Diesmal im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Altstadt von Steinheim im Kreis Höxter (NRW). In der dortigen Wohnung seiner Eltern hatte der Verdächtige Mario S. (33) seine offizielle Adresse.

veröffentlicht am 06.03.2019 um 20:58 Uhr
aktualisiert am 06.03.2019 um 21:30 Uhr

Nach der Durchsuchung in Steinheim verladen Ermittler beschlagnahmtes Material. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Der alleinstehende Mann ist einer von drei Hauptverdächtigen in dem ungeheuerlich erscheinenden Kriminalfall. Er sitzt seit 11. Januar wegen Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Erstellung und Verbreitung von Kinderpornografie in Untersuchungshaft.

Von der neuerlichen Durchsuchung im Keller des verklinkerten Mehrfamilienhauses in Steinheim zeugt nur ein weißer Mercedes Sprinter mit der Aufschrift „Polizei“. Er steht auf einem nahegelegenen Parkplatz. „Die waren gestern auch schon hier“, erklärt eine vorübergehende Anwohnerin ungefragt. „Ich hab‘ gar nicht gehört, wieso und weshalb.“

Gegen 13 Uhr sind die vier Leute der insgesamt 60-köpfigen Bielefelder Ermittlungskommission „Eichwald“ im Keller fertig. Sie haben dort einen Raum durchsucht, dessen Metalltür noch die Spuren eines Einbruchsversuchs aus der Zeit zwischen 30. Januar und 3. Februar anzusehen sind. Ob es sich um den Raum handelte, aus dem die Kripo Lippe bereits im Januar mehrere Computer geholt und beschlagnahmt hatte, wollte eine Bielefelder Polizeisprecherin am Mittwoch nichts sagen. Über den Inhalt der drei aus dem Keller geholten Kisten erklärte sie nur: „Die Ermittler fanden einige Gegenstände, die möglicherweise als Beweismittel einzustufen sind.“

Nach den Pannen zu Beginn der Ermittlungen – hier vor allem dem Verlust eines wenn auch geringen Teils der Beweismittel – stehen die Ermittler unter Druck. Auch, weil ungewiss ist, wie viele unbekannte Opfer oder Täter nur auf den 155 verschwundenen DVDs und CDs hätten identifiziert werden können – und nun unentdeckt bleiben, weil sie auf den verbliebenen Fotos und Filmen nicht auftauchen.



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