weather-image

Weil Kosten explodieren: Kreistag soll heute zwei weitere Millionen für das laufende Haushaltsjahr bewilligen

Sozialbudget muss aufgestockt werden

Hameln-Pyrmont. Es ist bekanntermaßen das Sorgenkind der Kreiskämmerei: Das Dezernat 3, zuständig für Inklusion, Bildung, Jugend und Soziales. Seit Jahren mit steigendem Appetit Haushaltsmittel verschlingend und bei den Aufwendungen des Kreises in absoluter Spitzenposition, ist das Dezernat im laufenden Haushaltsjahr planmäßig mit runden 133,3 Millionen Euro ausgestattet. Der jüngste Kassensturz hat aber Kostenträchtiges ans Tageslicht gebracht: Für notwendige Hilfsleistungen werden für Pflichtaufgaben des Landkreises im Sozialbereich in diesem Haushaltsjahr gute vier Millionen Euro fehlen; und die können auch nicht durch Sparsamkeit innerhalb des Budgets aufgefangen werden.

veröffentlicht am 29.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

So haben steigende Fallzahlen bei den Eingliederungshilfen im betreuten Wohnen dazu geführt, dass in diesem Bereich zusätzliche 1,4 Millionen an Kosten anfallen. Damit zwei Studenten mit Behinderungen Hilfen zum Absolvieren ihres Studiums erhalten, werden – ausgehend von einem durchschnittlichen monatlichen Hilfebedarf von 10 400 Euro – zusätzlich 124 700 Euro benötigt. Auch bei den Hilfen zur Pflege in Pflegestufe 2, für die man für das laufende Haushaltsjahr ursprünglich 2,5 Millionen Euro veranschlagt hatte, werden weitere 240 000 Euro erforderlich. Auch hier ist die Zahl der Anspruchsberechtigten um 16 Fälle gestiegen.

Rund 26 Millionen Euro waren im Budget des Sozialamtes für Zuschüsse zur Unterkunft Bedürftiger bereitgestellt. Nach-

dem da aber die Zahl der Anspruchsberechtigten im Laufe des Jahres von 6800 auf 6935 gestiegen ist, wird auch dieser Hilfebereich für den Landkreis um 768 000 Euro teurer.

Gestiegene Fallzahlen sorgen auch bei den Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Minderjährige für Mehraufwendungen von insgesamt 750 000 Euro. Eine Zunahme von Kosten für teure Krankenbehandlungen und höhere Kostenerstattungen an andere Jugendämter summieren den Gesamtbetrag schließlich auf besagte vier Millionen Euro Mehrkosten.

Während davon die Hälfte Bund und Land an den Kreis rückerstatten werden, verbleiben über zwei Zusatz-Millionen beim Landkreis. In seiner jüngsten Sitzung blieb somit dem Finanzausschuss des Kreises eigentlich keine andere Wahl: Einstimmig votierte man dafür, das Geld überplanmäßig bereitzustellen.

In seiner heutigen Sitzung wird der Kreistag, der ab 15 Uhr im Forum der Handelslehranstalt in Hameln tagt, über diese Nachfinanzierung abzustimmen haben. joa



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt