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Polartief heizt Aprilwetter an / Zwischen heiß und weiß – so war es in den vergangenen Jahren

So wird das Wetter zu Ostern

WESERBERGLAND. Um die Eiersuche im Freien ist es in diesem Jahr eher schlecht bestellt. Gerade am langen Osterwochenende zeigt sich der April von seiner schlechtesten Seite.

veröffentlicht am 12.04.2017 um 15:56 Uhr

An den Osterfeiertagen wird es ungemütlich: Es gibt Regen und viel Wind. Foto: dpa
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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Die Launenhaftigkeit des Aprilwetters ist sprichwörtlich: „Wohl hundertmal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium“, heißt es. Und so macht der April immer wieder, was er will. Wettertechnisch ist das muntere Wechselspiel in der Atmosphäre auf maritim-arktische Polarluft zurückzuführen, die am Westrand von Tiefdruckgebieten über Skandinavien nach Mitteleuropa strömt. Dann können sich über den von der kräftigen Aprilsonne schon deutlich erwärmten Landflächen mächtige Quellwolken mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern oder sogar kurze Gewitter bilden, die sich mit sonnigen Phasen abwechseln. Solche nördlichen Wetterlagen sind im Frühjahr am häufigsten und für den April besonders typisch.

Gern präsentiert sich der „Knospenmonat“ im Vorgriff auf den Mai schon als „Blütenmonat“. Zuweilen artet er – wie 2007 – gar zum „Aprilsommer“ (25 Grad und mehr) aus. Wegen des raschen Temperaturanstieges im Frühjahr sind die Chancen auf warme Ostertage in der zweiten Aprilhälfte natürlich besser als zu Beginn. Umgekehrt verhält es sich mit der Neigung zu Frost und Schnee. Doch auch um die Monatsmitte ist eine weiße Überraschung immer noch drin. Eine geschlossene Schneedecke an Ostern ist aber selten. Zuletzt geschah dies nach einem der winterlichsten Märzmonate im Jahr 2013. Damals lag der Schnee von Karfreitag bis Ostermontag (29. März bis 1. April) in den höheren Lagen des Kreises Hameln-Pyrmont ein bis drei Zentimeter hoch und in den Niederungen reichte es zumindest für einige Schneereste.

Am anderen Ende der Skala stehen die klimatisch günstigen Termine in der letzten Aprilwoche. Dieser Zeitraum ist nicht nur von der Obstbaumblüte, sondern auch von häufigen Hochdrucklagen geprägt. Herausragend schön war Ostern im Jahr 2000 (23. April) mit Temperaturen über 20 Grad und sehr viel Sonnenschein, kaum zu toppen allerdings Ostern 2011 (24. April), als das Thermometer in unserer Weserregion von Gründonnerstag bis Ostermontag auf frühsommerliche 22 bis 24 Grad kletterte und die Sonne täglich 11 bis 13 Stunden lang strahlte.

Diesmal ist es um die Eiersuche im Freien eher schlecht bestellt. Nach wechselhaftem und kühlem Wetter am Gründonnerstag und Karfreitag, wird der April am langen Osterwochenende noch ungemütlicher. Grund sind zwei Tiefs, die mit Regen und viel Winden durchziehen. Vor allem Karsamstag und Ostermontag werden nach aktuellem Stand verbreitet nass. Lediglich am Ostersonntag bestehen Chancen auf längere trockene und freundliche Phasen. Ansonsten hält sich die Sonne ziemlich zurück. Nach kühlen Nächten liegen die Höchstwerte durchweg bei 10 Grad und in der Nacht zum Dienstag ist sogar Bodenfrost wieder ein Thema. Fazit: Die Ostertage daheim genießen und Spaziergänge möglichst auf den Sonntag legen.

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