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Clever: sonnen: Apotheker gibt Tipps für alle Hauttypen und für Kinder

So schützt ihr euch gegen die Sonne

WESERBERGLAND. Sonnenlicht kann schaden. Deshalb ist ein richtiger Sonnenschutz unverzichtbar. Wir geben euch Tipps, wie ihr euch optimal vor der Sonne schützt - vom richtigen Lichtschutzfaktor bis hin zur persönlichen Sonnenschutzzeit.

veröffentlicht am 19.07.2017 um 13:02 Uhr

Weserbergland. Der Sommer ist da und die Ferien haben bereits begonnen. Viele fahren in den Urlaub oder genießen Zuhause die freien Tage in der Sonne. Sobald die Außentemperatur ansteigt, wird die Kleidung luftiger und es wird mehr Haut gezeigt. Wenn die Sonne lockt, denken viele Menschen nicht über die Gefahren der Sonnenstrahlen nach. Dabei können zu lange und intensive Sonnenbäder schwere Folgen für die Haut haben. Eine zu große Menge an UV-Strahlen führt zu Sonnenbränden, einer vorschnellen Hautalterung und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs. Wie viel Sonneneinstrahlung ein Mensch verträgt, hängt dabei von dem individuellen Hauttyp ab.

Diese 4 Hauttypen gibt es in Europa

In Europa wird zwischen vier Hauttypen unterschieden: Zum Hauttyp I gehören Men-schen mit sehr heller und empfindlicher Haut, die sehr schnell einen Sonnenbrand bekommen. Zu dem Hauttyp IV zählen diejenigen, die eine sehr unempfindliche Haut haben und sich länger in der Sonne aufhalten können. Je nach Hauttyp variiert die Eigenschutzzeit der Haut in der Sonne zwischen fünf und 40 Minuten. Für ein gesundes Sonnenbad ist deshalb eine richtige Sonnenschutzcreme unerlässlich, denn sie verlängert die Eigenschutzzeit.

Wie lange ein Sonnenbad mit einer Sonnenschutzcreme dauern darf, ist neben der Bestimmung des Hauttyps auch abhängig von dem Lichtschutzfaktor der Sonnencre-me. „Dazu gibt es eine einfache Formel“, erklärt Hendrik Diepenbrock, Inhaber der Kur-Apotheke in Bodenwerder. „Die Eigenschutzzeit der Haut wird mit dem Licht-schutzfaktor der Sonnenschutzcreme multipliziert. Das Ergebnis gibt die maximale Dauer in Minuten an, die sich ein Mensch in der Sonne aufhalten kann, ohne dass die Haut geschädigt wird.“

Kinder brauchen besonderen Sonnenschutz

Für Kinder gelten dabei andere Richtlinien. Ein ausreichender Sonnenschutz ist für Babys und Kleinkinder ein Muss, denn Kinderhaut ist viel empfindlicher als Erwachse-nenhaut. Kinder benötigen deshalb eine Sonnenschutzcreme mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor. Ebenso sollten sich Kinder nur bekleidet und mit einem lichtundurchlässigen Sonnenhut mit Gesichts-und Nackenschutz in der Sonne aufhalten. Auch eine Sonnenbrille darf beim Aufenthalt im Freien nicht fehlen. Dies gilt genauso für ältere Kinder sowie für Erwachsene, denn die Augen sind besonders sonnenemp-findlich.

Das ist der richtige Lichtschutzfaktor

Sonnenschutzcreme sollte immer gleichmäßig aufgetragen werden. So wird die Haut in der Sonne optimal geschützt. Beim Cremen dürfen gerade empfindliche Partien wie Schultern, Nase, Ohren und Fußrücken nicht vergessen werden. „Ein Lichtschutzfaktor (LSF) von 15 bis 20 ist sinnvoll, wenn man häufiger draußen unterwegs ist. Falls Sie im Garten arbeiten oder ins Schwimmbad gehen, sollte der LSF dagegen höher aus-fallen“, empfiehlt Apotheker Hendrik Diepenbrock, Vorsitzender des Bezirks Hameln-Pyrmont beim Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. Gut zu wissen: Ein erster Schutz stellt sich erst nach 20 bis 30 Minuten nach dem Auftragen ein. Wer also weiß, geht in einer halben Stunde nach draußen, sollte den Sonnenschutz zeitig benutzen.

Tipps zum sorglosen Sonnen

  • Kleidung bietet den besten Schutz gegen zu viel und zu intensive Sonnenstrah-lung. Leichte Baumwollkleidung und ein Sonnenhut mit breitem Rand besitzen je einen UV-Schutzfaktor von etwa 10, dichte Baumwollkleidung von etwa 20.
  • Nach den dunklen Wintermonaten ist es ratsam, die Haut behutsam auf „Son-nenanbetung“ umzustellen. Körperregionen, die nicht so häufig das Tageslicht sehen, benötigen dafür in der Regel etwas länger.
  • Raus aus der Sonne, wenn sie am stärksten brennt – das gilt besonders für Kinder, Jugendliche und Senioren. In europäischen Ländern strahlt die Sonne zwischen 11 Uhr und 15 Uhr am stärksten.
  • Auch im Schatten ist noch viel Licht: Ein Drittel bis etwa die Hälfte des ultravioletten Lichtes (UV) ist an schattigen Plätzen vorhanden. Je nach Empfindlich-keit und Eigenschutz der Haut sollte man auch im Schatten für ausreichenden Sonnenschutz sorgen, denn der UV-Schutz, den der Schatten gewährt, wird überschätzt.
  • Sonnencremes und -lotionen schützen die Haut gut vor einem Sonnenbrand. Voraussetzung ist das Auftragen in ausreichender Menge. Etwa 40 Milliliter rechnen Experten für einen Erwachsenen. Besonders beim Sport und Schwimmen empfiehlt es sich, wasserfeste Produkte zu bevorzugen und trotz-dem regelmäßig nachzucremen, damit der Schutz erhalten bleibt.
  • Es gibt zwar nur eine Sonne, aber ihre Strahlung wirkt je nach Gegend und Umgebung unterschiedlich stark. Werte für verschiedene Regionen kann man zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst erfragen.

Nicht jeder braucht das gleiche Schutzprogramm. Wer wie viel benötigt, lässt sich anhand des jeweiligen Hauttyps abschätzen:

So viel Schutz brauchen Sie

Typ 1: helle Haut, blond oder rothaarig, blaue oder grüne Augen, oft Sommerspros-sen, Sonnenbrand im Hochsommer nach fünf bis zehn Minuten

Typ 2: helle Haut, blond, blaue oder grüne Augen, oft Sommersprossen, wenig Bräu-nung, Sonnenbrand im Hochsommer nach etwa zehn bis 20 Minuten

Typ 3: dunkelhaarig, braune Augen, gute Bräunung, manchmal Sonnenbrand, Sonnenbrandgefahr im Hochsommer nach 20 bis 30 Minuten

Typ 4: dunkle Haut, dunkle bis schwarze Haare, tiefe Bräunung, selten Sonnenbrand, Sonnenbrandgefahr im Hochsommer nach etwa 40 Minuten.

red



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