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Kreisabfallwirtschaft gibt Tipps

So klappt es mit der reibungslosen Müllabfuhr im Winter

HAMELN-PYRMONT. Obwohl es in den nächsten Tagen eher milder wird: Der Winter kommt bestimmt mit frostigen Temperaturen zurück. Hierauf müssen sich die Mitarbeitenden der Kreisabfallwirtschaft rechtzeitig einstellen, genauso wie ihre Kundinnen und Kunden. Denn bei der Müllabfuhr stellen Eis und Schnee eine besondere Herausforderung dar.

veröffentlicht am 29.12.2021 um 10:00 Uhr

29. Dezember 2021 10:00 Uhr

HAMELN-PYRMONT. Obwohl es in den nächsten Tagen eher milder wird: Der Winter kommt bestimmt mit frostigen Temperaturen zurück. Hierauf müssen sich die Mitarbeitenden der Kreisabfallwirtschaft rechtzeitig einstellen, genauso wie ihre Kundinnen und Kunden. Denn bei der Müllabfuhr stellen Eis und Schnee eine besondere Herausforderung dar.

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Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist das Anfrieren der teilweise feuchten Abfälle in den Mülltonnen nicht immer vermeidbar, sodass es nicht immer gelingt, alle Tonnen vollständig zu entleeren. Wenn die Abfälle bei starken Minusgraden festfrieren, hilft alles Rütteln mit der Schüttung nichts: Der Inhalt fällt beim Entleerungsvorgang nicht heraus.

Selbst durch ein mehrfaches Anschlagen der Tonnen können die festgefrorenen Abfälle nicht gelöst werden, eher werden durch ein zu hartes Anschlagen die Behälter beschädigt. Die tieferen Temperaturen machen das Kunststoffmaterial der Tonnen bruchanfälliger, sodass das übliche Rütteln am Sammelfahrzeug ausgerechnet dann eingeschränkt werden muss, wenn festgefrorene Abfälle gelöst werden sollen. Was kann man tun?
Biotonne: Hilfreich für den Entleerungsvorgang ist hier das Einschlagen von Bioabfällen in kleineren Portionen. Neben speziellen Biobeuteln aus Kraftpapier sind Zeitungspapier und Papiertüten vom Bäcker oder Metzger gut geeignet. Ihre Farben sind für den Kompostierungsprozess nicht schädlich. Ungeeignet sind Beutel aus Biokunststoff, da diese im Kompostierungsprozess nicht restlos verrotten und darüber hinaus nicht von herkömmlichen Kunststoffen zu unterscheiden sind. Grundsätzlich dürfen keine Kunststoffbeutel für die Biotonne genutzt werden.
Restmülltonne: Die Abfälle, die im Restmüll landen, sind meist trockener als der Bioabfall. Trotzdem kann auch hier Feuchtigkeit enthalten sein, insbesondere wenn Hygieneabfälle, wie zum Beispiel Windeln, anfallen. Es empfiehlt sich grundsätzlich, Hausmüll in Beuteln verpackt in die Mülltonne zu werfen. Hierfür können Kunststoffbeutel genommen werden. Die Luft sollte vor dem Zuknoten aus den Beuteln gedrückt werden, damit diese nicht platzen, wenn weiterer Restmüll darauf geworfen wird.

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Ein weiterer Tipp: Wer seine Mülltonne bis zur Bereitstellung zur Abfuhr in einer Garage oder einem Schuppen frostfrei unterstellen kann, sollte diese Möglichkeit nutzen.

Aufgrund der mitunter erschwerten Verkehrsbedingungen kann es auch zu zeitlichen Verzögerungen bei der Abfuhr kommen, wofür KAW-Betriebsleiterin Sabine Thimm um Verständnis bittet. Gerade bei Glätte ist dies bisweilen unumgänglich. Unter Umständen kann es im Einzelfall auch vorkommen, dass vereiste Straßen gar nicht mehr befahrbar sind und die Abfuhr daher nicht termingerecht erfolgen kann.

Um unter diesen Wetterumständen die Abfuhr so reibungslos wie möglich zu gestalten, kommt es auch auf die Mithilfe der Kunden an. Thimm dazu: „Die Begehbarkeit der Wege ist für unsere Müllwerker besonders wichtig. Unterstützen Sie bitte unsere Arbeit und denken Sie daran, auf Wegen und Standplätzen das Räumen von Schnee und das Streuen bei Eis und Glätte rechtzeitig durchzuführen.“

red



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