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Das muss beachtet werden, um den Brauch fürs Publikum sicher zu organisieren

So geht beim Osterfeuer garantiert nichts schief

HAMELN-PYRMONT. Ostern ohne Osterfeuer? Das ist nur schwer vorstellbar. Viele mögen zunächst an den Osterhasen und die versteckten Eier im Garten denken – aber das Osterfeuer gehört zu jenen Traditionen, die jedes Jahr aufs Neue die Menschen begeistert. Doch Vorsicht: Die Organisation eines Osterfeuers ist kein leichtes Unterfangen, und nicht jeder darf das einfach so machen. Folgende Dinge müssen bei einem Osterfeuer beachtet werden.

veröffentlicht am 30.03.2018 um 06:30 Uhr

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Wer ein Osterfeuer abbrennen will, braucht eine Genehmigung: Generell muss die Veranstaltung und ebenso das Herausgeben von Essen und Trinken spätestens 14 Tage vor dem Ereignis angemeldet werden, um von der Stadt oder der Gemeinde noch rechtzeitig eine Genehmigung zu erhalten.

Nicht alles darf verbrannt werden: Sperrmüll, behandeltes Holz und sonstige Abfälle sind dem Feuer stets fernzuhalten, da bei deren Verbrennung Gase freigesetzt werden, die die umstehenden Personen gefährden würden. Stattdessen verwenden die Veranstalter häufig älteres Holz aus dem Grünschnitt, den sie zum Teil von Vereinsmitgliedern, aber auch von Anwohnern erhalten, wie Claudia Vasentin als Vorsitzende des DLRG Hameln als Veranstalter eines Osterfeuers berichtet.

Sicherheit wird großgeschrieben: Zudem gilt es, für einen Sicherheitsabstand zwischen Osterfeuer und Besucher zu sorgen. Des Weiteren müssen spezielle Einrichtungen wie Krankenhäuser, Nachbarhäuser oder auch gefährdete Naturstreifen insofern gesichert sein, dass ein genügend großer Abstand zum Feuer besteht. Zu normalen Gebäuden beträgt der Sicherheitsabstand 50 Meter, zu Krankenhäusern und Altenheimen zum Beispiel 300 Meter.


Um die Tiere zu schützen, wird das Holz erst an dem Tag des Osterfeuers an den Veranstaltungsort gebracht und vor dem Anbrennen umgeschichtet, wie Axel Hartmann vom Motorboot-Club Hameln auf Nachfrage sagt. Auch der Motorboot-Club ist Veranstalter eines Osterfeuers.

Das Feuer ist durchgängig bis zum Erlöschen der Glut zu beaufsichtigen:In den Sicherheitsbestimmungen der Stadt Hameln steht: „Zum Löschen ist geeignetes Gerät und ausreichend Wasser vorzuhalten. Es wird empfohlen, die zuständige Feuerwehr zu unterrichten.“

Information

Wissenswertes zu Ostern

Karfreitag: Der Sohn Gottes wurde der biblischen Überlieferung nach an diesem Tag in Jerusalem gekreuzigt. Schon seit dem frühen Christentum wird der Freitag vor Ostern als stiller Tag der Buße und des Fastens begangen. Gläubige beten an den Kreuzwegstationen. In vielen christlich geprägten Ländern sind an diesem Tag laute Musik, Tanzen und andere Vergnügungen verpönt.

Ostersonntag: Viele Menschen verbinden mit Ostern vor allem bunte Eier und Schokohasen. Christen feiern am Ostersonntag die Auferstehung von Jesus Christus. Ein alter Brauch ist es, in der Nacht zuvor Osterfeuer abzubrennen und die Osterkerze zu entzünden. Das Osterlamm symbolisiert den auferstandenen Christus.

Ostermontag: Vor allem in Süddeutschland trifft man auf Pilgergruppen, die sich mit Gebet und Gesang auf dem sogenannten Emmausgang befinden. Er erinnert an zwei Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus, einem Dorf nahe Jerusalem. Jesus schloss sich ihnen laut Lukasevangelium an, den sie aber zunächst nicht erkannten. Viele machen auch nur so einen Spaziergang, wenn das Wetter mitspielt. Es ist zudem der letzte Tag der politisch motivierten Ostermärsche.



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