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Laubhaufen und Reisighügel: die Tiere brauchen es ordentlich

So bringen Sie Igel sicher durch den Winter

Hameln-Pyrmont. Das Wetter wird langsam spürbar kälter. Das ist die Zeit, in der sich die Winterschläfer auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Zu dieser Jahreszeit häufen sich die Anrufe, wo man gefundene Igel abgeben kann. Tierliebe reicht da ost nicht aus.

veröffentlicht am 20.10.2016 um 12:10 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:18 Uhr

Als Wildtiere kommen Igel in der Regel ganz allein mit im Winter klar. Wenn Igel - ob groß oder klein - tatsächlich krank oder verletzt sind, dann empfehlen der Naturschutzbund Hameln-Pyrmont (NABU), die Tiere zum nächsten Tierarzt zu bringen.

Für die Igel heißt es derzeit „Futtern was das Zeug hält“. Denn bis die Temperaturen dauerhaft um den Gefrierpunkt liegen und sich die Tiere zum Winterschlaf zurückziehen, fressen sie sich bei frühlingshaften Wintertemperaturen noch den notwendigen Fettvorrat an. Auf der Suche nach Nahrung überqueren die stacheligen Gartenbewohner dabei vor allem in den Abendstunden hin und wieder auch Straßen, die für sie oft zur tödlichen Falle werden. Daher ist jetzt eine gute Zeit, den Tieren im Garten ausreichend Unterschlupf und Nahrung zu bieten.

Grundsätzlich gilt: Wer einen Igel findet, sollte ihn auf keinen Fall anfassen. „Die derzeit scheinbar umherirrenden Tiere befinden sich intensiv auf Nahrungssuche, um sich noch rechtzeitig ausreichend Winterspeck anzufressen“, erklärt Hans Arend vom NABU Hameln-Pyrmont. Naturfreunde können den Gartenbewohnern helfen, indem sie eine Tränke und eine Futterstelle aufstellen und die Igel so bei der Nahrungssuche unterstützen. Oft kommen die Tiere regelmäßig abends zu bekannten Futterstellen. Für den Futterteller eignet sich ein Gemisch aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei. „Auf keinen Fall sollten Speisereste oder Obst gefüttert werden, auch Milch vertragen Igel absolut nicht“, warnt Arend. Um Krankheiten zu vermeiden, müssen Futterreste täglich entfernt und das Wasser erneuert werden. Doch auch vor Mitfressern oder Regen sollte das Futter geschützt sein.

Die beste Igelhilfe ist ein naturnah gestalteter Garten, denn dort finden sie genügend Käfer, Regenwürmer, Schnecken und Spinnen. Schon eine verwilderte Ecke kann ausreichen, um einen kleinen Igellebensraum zu schaffen. Vor allem Laub-, Reisig- und Totholzhaufen bieten ihm willkommenen Unterschlupf. Doch auch künstliche Verstecke werden jederzeit gerne angenommen, und das nicht nur für den Winterschlaf. Die sogenannten Igelburgen können ohne großen Aufwand selbst gebaut werden oder sind in unterschiedlichsten Ausführungen auch im Fachhandel erhältlich.

Der NABU gibt Naturfreunden Tipps, wie sie einfache Igelburgen anlegen und die Tiere durch richtige Zufütterung unterstützen können



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