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Die heimischen Vertreter in der Bundesversammlung

Sie wählen den Präsidenten

Weserbergland (fh). Wenn morgen die Bundesversammlung den neuen Bundespräsidenten wählt, geben auch Vertreter aus dem Weserbergland ihre Stimme ab – in den meisten Fällen für Joachim Gauck.

veröffentlicht am 17.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

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Gesetzt als Mitglieder der Bundesversammlung sind die Bundestagsabgeordneten: Also wird Gabriele Lösekrug-Möller aus Hameln ebenso im Plenarsaal sitzen wie ihr Schaumburger Parteikollege Sebastian Edathy und die Hamelner Linken-Abgeordnete Jutta Krellmann.

Als Ländervertreter ist auch der SPD-Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann mit von der Partie. Die Grünen schicken ihre Landesvorsitzende, Anja Piel aus Fischbeck und den Holzmindener Christian Meyer nach Berlin. Für die FDP reist ein prominenter Nicht-Politiker aus der Region an: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe darf, nachdem er bei der Wulff-Wahl im Juli 2010 noch als Ersatzdelegierter auf der Tribüne im Reichstag saß, diesmal seine Stimme abgeben.

Stimmen wollen fast alle der heimischen Delegierten mit betonter Überzeugung für Joachim Gauck. Allein die Linken-Politikerin Krellmann bricht eine Lanze für die von ihrer Partei nominierte Beate Klarsfeld. Diese hatte sich durch das Aufspüren von Nazi-Verbrechern einen Namen gemacht. Nicht nur mit Sympathie-Bekundungen für den konservativen französischen Präsidenten hatte die Wahl-Französin in den vergangenen Wochen allerdings für Irritation im linken Lager gesorgt. Krellmann bereut die Nominierung der 73-Jährigen durch ihre Partei jedoch nicht. „Sie ist keine Linke und wird es auch niemals sein“, räumt sie ein. Es gehe jedoch um die Würdigung von Klarsfelds Lebenswerk. Gauck werde am Ende, so befürchtet Krellmann „vielleicht der konservativste Bundespräsident, den wir jemals hatten“.

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  • Anja Piel
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  • Christian Meyer
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  • Ulrich Watermann
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  • Gabriele Lösekrug-Möller
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  • A. zu Schaumburg-Lippe
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  • Sebastian Edathy
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Dass sehen Krellmanns Mitwählende aus dem Weserbergland anders: „Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will Joachim Gauck“, betont Anja Piel. Gauck sei „ein Bürgerpräsident im besten, eigentlichen Sinne“, ließ Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe vernehmen. Auch die SPDler stimmen für Gauck.

Heimische CDU-Vertreter werden morgen nicht abstimmen: CDU-Bundestagsabgeordnete gibt es im Weserbergland nicht. Aus dem Landtag ist auch niemand von den heimischen Parlamentariern dabei: So hatte sich Otto Deppmeyer aus Hemeringen noch 2010 an der Wahl von Wulff beteiligt, Ursula Körtner aus Bad Pyrmont hatte ein Jahr zuvor Horst Köhler zur Wiederwahl verholfen.

Soll heute zum Bundespräsidenten gewählt werden: Joachim Gauck.

Foto: dpa



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