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Nabu erklärt den im Bestand bedrohten Gartenrotschwanz zum Vogel des Jahres 2011

Sie brauchen alte Obstbäume zum Überleben

Weserbergland (vsch). Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), Nabu-Partner in Bayern, haben den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.

veröffentlicht am 13.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:21 Uhr

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„Im Jahr des Gartenrotschwanzes will der Nabu auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können“, sagt Nabu-Kreisverbandsvorsitzender Hans Arend. Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind. Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen. Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen.

Neben Obstwiesen sind strukturreiche Kleingartenanlagen mit altem Baumbestand zunehmend von Bedeutung. Hier findet der Gartenrotschwanz oftmals letzte Rückzugsräume. Zum Schutz des schlanken, etwa 14 Zentimeter großen Singvogels, fordern Nabu und LBV auch ein Umdenken bei der Gestaltung von Gärten und Parks, denn der Gartenrotschwanz braucht abwechslungsreiche Landschaften. Auf sterile Rasenflächen, fremdländische Gehölze und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln müsse zugunsten von natürlicher Vielfalt verzichtet werden. In passender Umgebung kann dem Gartenrotschwanz auch mit speziellen Nistkästen geholfen werden.

Hans Arend bittet die Bevölkerung des Landkreises Hameln-Pyrmont, im nächsten Frühjahr den Gartenrotschwanz zu suchen und sein Vorkommen an den Nabu-Kreisverband Hameln-Pyrmont zu melden. (Telefon 05152/1581 oder E-Mail an info@nabu-hm.de.)



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