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Polizei im Dialog mit Verwaltungsspitzen / Sicherheitsbericht vorgestellt

Sicherheit nicht an Zahlen messbar

WESERBERGLAND. Einbrecher in Gewerbebetriebe und ausgeplünderte Transporter in Hessisch Oldendorf. Serien von Einbrüchen in Wohnungen in Hameln und den angrenzenden Gemeinden. Auch wenn in den letzten Jahren Diebstähle nicht mehr so häufig angezeigt wurden, die Anzahl der Einbrüche in Wohnhäuser dagegen steigt - das Sicherheitsgefühl der Bürger sinkt.

veröffentlicht am 14.04.2017 um 17:09 Uhr

Polizeivizepräsident Bernd Wiesendorf, Präsident Uwe Lührig und Kriminaldirektor Ralf Leopold (v.li.) stellten Verwaltungschefs den Sicherheitsbericht der Polizeidirektion vor.. Foto: Polizei
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Einbrüche waren nur ein Punkt, über den Führungskräfte der Polizei mit Verwaltungsspitzen der Rathäuser sprachen. Polizeipräsident Uwe Lührig stellte in den Dienststellen in Hameln und Holzminden Bürgermeistern den Sicherheitsbericht der Polizeidirektion (PD) vor, zu der auch die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden gehört. „Wir gehen mit der Veröffentlichung der Ergebnisse einen neuen Weg und sorgen dadurch für ein hohes Maß an Transparenz“, sagte Lührig. Die Polizei wolle mit Verantwortlichen aus dem politischen Raum in offenen Dialog zu Aspekten der inneren Sicherheit treten.

Eine flächendeckende Polizeipräsenz und ein hohes Maß an Interventionsfähigkeit seien entscheidend für ein ausgeprägtes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung, meinte Polizeivizepräsident Bernd Wiesendorf. In den Leitstellen „Weser“ und „Süntel“ seien im Jahr 2016 188 000 Notrufe aufgelaufen. „Daran orientiert mussten Polizeibeamte mehr als 210 000 Einsätze bewältigen“, erklärte Wiesendorf. So fahren allein in Hameln Beamte im Schnitt täglich 35 Einsätze, wie Inspektionsleiter Ralf Leopold den Bürgermeistern mitteilte.

Computerkriminalität, Terrorismus und Islamismus war eines der großen Themen bei der Vorstellung des Berichts – nicht zuletzt aufgrund der Ingewahrsamnahme von zwei Gefährdern in Göttingen und der Festnahme eines Deutschen gewaltbereiten Salafisten in Northeim. Ihr Augenmerk werden die Beamten auch auf die rund 190 sogenannten „Reichsbürger“ in der PD richten, mit denen Beamte sowie Gerichte bereits ihre Bekanntschaft gemacht haben, wie es hieß.

Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger habe einiges Neues erfahren, wie er sagt. Bleibt die Frage an den Verwaltungschef, ob Krüger auch Wünsche an die Polizei habe. Gut sei eine rund um die Uhr besetzte Polizeistation, so die knappe Antwort.

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