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Umweltministerium überprüft Einsatz von Mox-Brennelementen

„Sicherheit hat höchste Priorität“

Hannover/Grohnde. Im Zuge der nach Ostern anlaufenden Revision im Atomkraftwerk Grohnde wird das Niedersächsische Umweltministerium eine kritische Überprüfung des Einsatzes von Mox-Brennelementen vornehmen. „Die Sicherheit hat für die niedersächsische Atomaufsicht höchste Priorität“, sagte Umweltminister Stefan Wenzel in Hannover. „Deshalb gehen wir auch den Hinweisen von Bürgern und Bürgerinitiativen nach.“ Die jetzt veranlassten Prüfungen greifen die von der Bürgerinitiative „Regionalkonferenz Grohnde abschalten“ und auch von Greenpeace vorgetragenen kritischen Einwände auf, wie das Ministerium mitteilt.

veröffentlicht am 28.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:21 Uhr

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Atomkraftgegner hatten sich gestern erneut empört über den geplanten Einsatz von plutoniumhaltigen Mox-Brennelementen geäußert. „E.on provoziert damit viele zusätzliche Gefahren“, so ein Sprecher der Regionalkonferenz.

Der Einsatz der Mox-Brennelemente werde auf eventuell gravierende Sicherheitsrisiken hin überprüft, erläutert das Ministerium. Dazu werde die geplante Beschickung des Reaktorkerns mit Mox-Brennelementen mit einem nur aus Uran-Brennelementen bestehenden Reaktorkern verglichen. Die Überprüfung solle Auskunft darüber geben, ob durch die Verringerung der Anzahl der Mox-Brennelemente bis zum Verzicht auf deren Einsatz ein entscheidender Beitrag zur weiteren Vorsorge gegen Risiken für die Allgemeinheit erreicht werden kann. Die jetzt anlaufenden Prüfungen sind laut Ministerium nur der vorgezogene erste Schritt einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung der Atomkraftwerke Grohnde und Emsland nach dem Stand von Wissenschaft und Technik. In Grohnde sollen im Zuge der Revision acht Mox-Brennelemente eingesetzt werden. Die Entscheidung über einen Einsatz der letzten acht noch im Kraftwerk lagernden Mox-Brennelemente bei der Revision im kommenden Jahr werde nicht nur von den Ergebnissen der aktuellen Überprüfung abhängen. In einer zweiten Phase, die im Laufe dieses Jahres erfolgt, werde eine intensivere Prüfung des Mox-Einsatzes durchgeführt, sagte Wenzel.

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