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Halter sollten Tiere gegen Blauzungenkrankheit schützen / Handelsrestriktionen vermeiden

Seuche: Kreis empfiehlt Impfung

HAMELN-PYRMONT. Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Deutschland weiter aus. Für Schafe, Rinder, Ziegen und andere Wiederkäuer kann das ernsthafte Folgen haben. Der Landkreis Hameln-Pyrmont empfiehlt deshalb dringend eine zeitnahe Impfung von Schafen, Ziegen und Rindern gegen die Blauzungenkrankheit.

veröffentlicht am 07.02.2019 um 19:32 Uhr

Als Schutz gegen die Blauzungenkrankheit sollten Rinder geimpft werden – so die Empfehlung des Landkreises. Foto: Dana

Autor:

Jan-Christoph Prüfer
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Dies diene dem Schutz vor klinischen Erkrankungen und der Vermeidung von Handelsrestriktionen. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine ansteckende und anzeigepflichtige Tierseuche, die vor allem Rinder, Schafe und Ziegen befällt. Der Erreger der Blauzungenkrankheit, das Blue-Tongue-Virus (BTV), wird durch stechende Insekten übertragen und ist für den Menschen ungefährlich.

Mit dem Ausbruch im Dezember 2018 in Baden Württemberg hat Deutschland den BTV-Freiheitsstatus verloren, weitere aktuelle Fälle von Blauzungenkrankheit wurden im Januar im Saarland und in Rheinland Pfalz registriert. Um die Ausbruchsbestände wurden Sperrgebiete im Umkreis von 150 Kilometern eingerichtet. Von den Sperrgebieten sind neben Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz auch Hessen und Nordrhein-Westfalen betroffen. Mit einer weiteren Ausbreitung von Restriktionszonen, auch nach Niedersachsen, sei zu rechnen. Es sei davon auszugehen, dass weitere BTV-Fälle registriert werden. Die Folge seien sofortige erhebliche Einschränkungen im Tierverkehr für nicht gegen BTV-geimpfte Tiere, heißt es.

Deshalb sei eine Impfung der oben genannten Tiere empfehlenswert. Da es sich bei der Blauzungenkrankheit um eine anzeigepflichtige Seuche handelt, muss die Durchführung der Impfung vom zuständigen Veterinäramt genehmigt werden. Rinder, Schafen und Ziegen dürfen seit Mai 2017 im Landkreis Hameln-Pyrmont mit einem zugelassenen inaktiven Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. Jede Impfung gegen die Blauzungenkrankheit muss innerhalb von sieben Tagen an die HI-Tier-Datenbank durch den Tierhalter oder einem von ihm beauftragten Dritten, zum Beispiel vom Impftierarzt, gemeldet werden. Die Kosten der Impfung hat der Tierhalter in Niedersachsen selbst zu tragen, eine Beihilfe durch die Niedersächsische Tierseuchenkasse ist bisher nicht vorgesehen. Die Impfung ist vom Hoftierarzt durchzuführen.


Weitere Infos gibt es unter: www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/aktuelles/blauzungenkrankheit.html. Für Rückfragen steht das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittel-Überwachung unter 05151/ 9032514 zur Verfügung.red



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