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Mit Elektro-Rollstuhl verunglückt

Seniorin stürzt in eisigen Bach

Der Notruf ging am Samstag um 16.25 Uhr bei der Leitstelle in Hameln ein. Eine Seniorin bat um Hilfe. Sie lag rücklings in den eisigen Fluten der Stapelbeeke in Rumbeck. Mit vereinten Kräften holten Feuerwehrleute die Verunglückte aus dem Wasser. Sie legten sie auf eine Trage und hielten sie warm.

veröffentlicht am 12.11.2017 um 16:15 Uhr

An dieser Stelle stürzte die Seniorin, die mit einem Elektro-Rollstuhl unterwegs war, in die Stapelbeeke – zum Glück hatte sie ein Handy dabei. Fotos: leo
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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RUMBECK. Der Notruf ging am Samstagnachmittag um 16.25 Uhr bei der Leitstelle in Hameln ein. Eine Seniorin bat um Hilfe. Sie lag rücklings in den eisigen Fluten der Stapelbeeke, ganz in der Nähe des Grillplatzes an der Gellndorfstraße in Rumbeck. Eile tat not. Der Disponent zögerte nicht lange – er schickte den Notarzt des Sana-Klinikums und den Rettungsdienst der Stadt Hameln sowie die Feuerwehren Rumbeck und Heßlingen zum Unfallort. Freiwillige aus Rumbeck rückten bereits wenige Minuten nach der Alarmierung aus; sie waren 30 Sekunden später vor Ort. Mit vereinten Kräften holten die Retter die Verunglückte aus dem Wasser. Sie legten sie auf eine Trage, die die Feuerwehr Heßlingen an Bord ihres Löschfahrzeugs hatte, und hielten sie warm. Bis zum Eintreffen des Notarztteams kümmerten sich die Ehrenamtlichen um die alte Dame. Die gehbehinderte Frau sei mit ihrem Elektro-Rollstuhl unterwegs gewesen, habe ihren Hund ausgeführt, hieß es. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte die Seniorin den Rückwärtsgang eingelegt, den Hebel aber wohl nicht mehr rechtzeitig nach vorne drücken können. Feuerwehrleute vermuten, dass das Fahrzeug gegen einen Baum oder einen Busch gefahren ist und die Rentnerin aus dem Rollstuhl gefallen ist. Sie dürfte die steile Böschung hinabgestürzt sein. Zum Glück hatte sie ein Handy dabei. Obwohl sie im Wasser gelandet war, konnte sie es aus der Tasche ziehen. Nach Angaben von Ortsbrandmeister Stephan Dammeyer hatte die 73-Jährige zunächst daheim angerufen. „Weil dort niemand ans Telefon ging, wählte sie den Notruf.“ Dammeyer ist froh, dass es der alten Dame den Umständen entsprechend gut geht. „Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, meint der Einsatzleiter. „Was, wenn das Handy nach dem Sturz in den Bach nicht mehr funktioniert hätte?“ Bei der einbrechenden Dunkelheit, dem zu dieser Jahreszeit wenig frequentierten Ort und den kühlen Außentemperaturen wäre es möglich gewesen, dass die Frau sehr spät, vielleicht zu spät, gefunden worden wäre. „Aber vielleicht hätte jemand das Bellen des Hundes gehört?“ In der Notaufnahme wurde die Frau gründlich untersucht. Ob sie stationär aufgenommen wurde, ist unbekannt.

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Die Verunglückte wird im Rettungswagen behandelt. Feuerwehrleute kümmern sich derweil um ihren Hund. Foto: LEO
  • Die Verunglückte wird im Rettungswagen behandelt. Feuerwehrleute kümmern sich derweil um ihren Hund. Foto: LEO

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