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Stadtdirektor Schmidt fordert Gewebegrundstück an der Gehrenbreite zurück

Sedai baut nicht in der Kurstadt

BAD NENNDORF. Bei peitschendem Sturm und strömendem Regen haben Mitarbeiter von Sedai Druck Mittwochmittag die Plakate von dem Holzaufsteller an der Gehrenbreite entfernt. Dort hatte die Druckerei seit Monaten auf die geplante Gewerbeansiedlung aufmerksam gemacht. Die Sperrholzplatten zeugen nun vom Ende der Ansiedlung.

veröffentlicht am 03.01.2018 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 03.01.2018 um 20:56 Uhr

Dieser Aufsteller warb noch bis Mittwochmittag für die geplante Gewerbeansiedlung. Dann wurden die Hinweise auf eine Ansiedlung einer Druckerei entfernt. Foto: göt

Autor:

Andrea Göttling
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Im November 2016 wurde erstmals öffentlich, dass die Sedai Druck GmbH in Bad Nenndorf auf 70 000 Quadratmetern ein hochmodernes Druckzentrum errichten will.

50 Millionen Euro wollte das Unternehmen in die Ansiedlung investieren. 200 neue Arbeitsplätze sollten in Bad Nenndorf entstehen. Bei der Vertragsunterzeichnung im vergangenen März sprach Bürgermeisterin Marlies Matthias von einem „Schritt in die Zukunft“.

Im Dezember 2017 stellte sich dann heraus, dass der Vertrag zu platzen droht. Die Zahlung für das Grundstück in Höhe von 1,6 Millionen Euro ist nicht erfolgt. Stadtdirektor Mike Schmidt hat das Grundstück nun zu seinem großen Bedauern zurückgefordert und dazu aufgerufen, den Aufsteller bis zum 10. Januar zu entfernen. „Ich wollte es zu Ende bringen“, sagte er.

Damit kann die Stadt die Flächen nun anderweitig vermarkten, wie Schmidt erklärte. „Wir haben weder Geld noch Zeit verloren“, betonte Schmidt gegenüber dieser Zeitung. Verwaltung und Politik hatten die Ansiedlung bereits vorbereitet. So wurden Bebauungsplanänderungen auf den Weg gebracht. Auch das Entwässerungskonzept wurde politisch bereits diskutiert. Für die Planungskosten wäre die Stadt in Vorleistung gegangen. Bei einem Verkauf der Fläche kommt das Geld wieder rein. Umsonst war die Mühe keinesfalls – der Umbau der Kreuzung B442 und Gehrenbreite erfolgt trotzdem in diesem Jahr. Schmidt freue sich nun auf neue Interessenten. „Wer jetzt kommt, kann direkt anfangen zu bauen.“

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