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Produktionsstopp wegen Wassermangel

Schraps kritisiert Kali + Salz

KASSEL. Den erneuten Produktionsstopp beim Salz- und Düngemittelhersteller K+S wertet der heimische Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps (SPD) als Beweis dafür, „dass die Einleitung salzhaltiger Abfälle in Flüsse kein Zukunftskonzept ist“.

veröffentlicht am 17.09.2018 um 18:43 Uhr

Bei niedrigem Wasserstand muss die Salzeinleitung in die Werra gestoppt werden: Die Konzentration wäre sonst zu hoch. Allerdings gibt es weiterhin auch eine grundsätzliche Kritik an dem Umweltverhalten der Kaliindustrie. Foto: dpa

Autor:

Hans Siedler
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Es sei ein Desaster, dass die Kali-Kumpel erneut unter Kurzarbeit und Zukunftsängsten leiden müssen. „Die Mitarbeiter verdienen Planungssicherheit durch nachhaltige und umweltschonende Entsorgungsstrategien, damit Arbeitsplätze nicht vom Pegelstand der Flüsse abhängen“, meint der Politiker. Darüber werden die Abgeordneten von der Weser mit dem Vorstand von Kali * Salz sprechen.

„Die Einleitung in die Werra und Weser als Hauptentsorgungsweg für salzhaltige Abwässer ist nicht mehr zeitgemäß“, betont Schraps. Nachdem es bereits 2016 und 2017 Produktionsunterbrechungen wegen Trockenheit gegeben habe, müssten die Verantwortlichen den eingeschlagenen Weg noch konsequenter fortsetzen und auf moderne Techniken setzen. Schraps hofft auf eine Lösung, „die Arbeitsplätze sichert, die Umwelt schont und die Wirtschaft berücksichtigt“. Pipelines seien hingegen keine Option, weil sie die Probleme nur verlagerten. Während viele Flüsse in Deutschland durch vielfältige Maßnahmen spürbar sauberer geworden sind, bleibt die Weser ein „Sorgenkind“, wie Schraps erklärt. Die Salzbelastung gefährde weiterhin die Gesundheit und die Lebensqualität der Anrainer. Das Ökosystem sei angegriffen, das Grundwasser teilweise versalzen.

Weser und Werra erleben seit Jahren besonders niedrige Pegelstände. Zwischen der Oberweser-Region und den Edersee-Anliegern gibt es traditionell unterschiedliche Interessen: Gibt der Edersee Wasser ab, um die Schifffahrt auf den Flüssen zu gewährleisten, hat dies Auswirkungen auf den Tourismus am Edersee. In diesem Jahr musste die Schifffahrt auf der Weser eingestellt werden, weil der Stausee so leer ist wie nie.

„Die Einleitung salzhaltiger Abfälle in Flüsse ist kein Zukunftskonzept. Johannes Schraps (SPD) Mitglied des Bundestages


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