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Jägerchef: Streit über Abschuss von Rehen ist vorerst vom Tisch

Schonzeit für Ziegler?

Hameln-Pyrmont. Jürgen Ziegler, Vorsitzender der Jägerschaft Hameln-Pyrmont und Kreisjägermeister, hat nach eigenen Worten ein kontroverses Thema aus dem Weg geräumt. Demnach werden sich die Jäger aus dem Landkreis bei ihrer Jahreshauptversammlung heute Abend nicht mit der sogenannten Schonzeit für Rehe befassen. Dies sagte Ziegler gestern auf Anfrage der Dewezet.

veröffentlicht am 04.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

Autor:

Robert Michalla
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Das Thema Schonzeit hatte in der Vergangenheit für Unruhe gesorgt, nicht zuletzt unter den Jägern selbst. Im Kern geht es darum, ob das sogenannte Rehwild schon früher zur Strecke gebracht werden darf. Die Frage lautet: Soll das Ende der Schonzeit für Rehböcke und Jungrehe vom 1. Mai auf den 15. April vorgezogen werden oder nicht?

Selbst der Hameln-Pyrmonter Jagdbeirat – ihm gehören dem Vertreter der Forst-, Jäger- und Landwirtschaft, der Landesforsten, der Jagdgenossenschaften sowie der Kreisjägermeister an – ist geteilter Meinung (wir berichteten). Während Forst- und Landwirtschaft sowie Jäger eine kürzere Schonzeit ablehnen, um dem Rehwild nach dem Winter eine Erholungspause zu gönnen, plädieren die niedersächsischen Landesforsten – sprich das Forstamt Oldendorf –, die Jagdgenossenschaften und der Kreisjägermeister selbst für eine Vorverlegung der Jagdsaison. Ihr Argument: Bevor die Bäume Laub tragen, haben die Jäger bessere Trefferchancen. So ergäbe sich durch die Verkürzung der Schonzeit die Möglichkeit, früher als geplant die Vorgaben der Abschusspläne zu erfüllen und das Rehwild auf ein ökologisches Maß zu reduzieren. Und das nicht zuletzt, um Beeinträchtigungen für Land- und Forstwirtschaft durch Wildschäden zu reduzieren und die Verkehrssicherheit in Waldgebieten zu verbessern. Durch die hohe Reh-Dichte habe nämlich auch die Zahl der Wildunfälle zugenommen. Zieglers Vorgehen hatte einigen Jägern sauer aufgestoßen.

Anfang März stand das Thema bereits auf der Tagesordnung von Kreisausschuss und Kreistag. Die Politik einigte sich damals allerdings darauf, ihre Entscheidung zu vertagen. Am vergangenen Dienstagabend kam es zu einem Krisengespräch, auch Ziegler saß mit am Tisch. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir das Problem bereinigt haben“, sagte Ziegler gestern weiter. Ohnehin müsse die Politik entscheiden, ob sie die Schonzeit verkürzen wolle oder nicht. Erledigt sei das Thema damit aber keineswegs, sagte der Kreisjägermeister. Die Schonzeit sei „ein Thema für kommende Zeiten“. Schließlich gebe es zunehmend mehr Rehwild.



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