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"Schmallenberg-Virus" auch im Landkreis Hameln-Pyrmont nachgewiesen

Weserbergland (mf). In Deutschland breitet sich das sogenannte Schmallenberg-Virus (Bunyavirus) aus. Es führt bei Schafen, Ziegen und Rindern zu Miss- und Fehlgeburten. Mittlerweile wurde das Virus bundesweit in etwa 50 Betrieben nachgewiesen, unter anderem bei einem Schafzuchtbetrieb in Bad Münder.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 11:31 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

Schafe
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Weserbergland (mf). In Deutschland breitet sich das sogenannte Schmallenberg-Virus (Bunyavirus) aus. Es führt bei Schafen, Ziegen und Rindern zu Miss- und Fehlgeburten. Mittlerweile wurde das Virus bundesweit in etwa 50 Betrieben nachgewiesen, am stärksten betroffen ist bislang Nordrhein-Westfalen. Nun wurde das Virus auch in einem Schafzuchtbetrieb in Bad Münder nachgewiesen.

Das Veterinärinstitut Laves in Hannover bestätigte einen entsprechenden Befund bei einem Lamm, das kürzlich mit Missbildungen auf die Welt gekommen ist. Der betroffene Schafzüchter bestätigte auf Anfrage, dass bei ihm seit Jahresbeginn schon acht Tiere mit schweren Fehlbildungen geboren wurden. „Einige davon kamen schon tot zur Welt, andere hatten deformierte Unterkiefer, überlange Beine oder einen völlig krummen Rücken.“ Beim ersten Lamm habe er sich noch keine Gedanken gemacht, „als es dann wieder passierte, habe ich sofort die Behörden verständigt“, sagt der Münderaner, der knapp 60 Muttertiere in seinem Stall hält.

Das „Schmallenberg-Virus" wird hauptsächlich durch blutsaugende Insekten übertragen - für Menschen stelle es nach bisherigem Kenntnisstandkein Risiko dar, versichert Kreisveterinär Dr. Peter Bolten.

Bis Ende vergangener Woche wurden bereits 35 missgebildete Schaflämmer im Laves Hannover obduziert. Nach Einschätzung von Experten ist dies womöglich nur die Spitze des Eisbergs. Man nehme die Lage sehr ernst, heißt es. Denn die Zeit, in der die Schafe ihre Lämmer bekämen, habe gerade erst begonnen. Bei den Rindern setze sie erst Ende Februar/Anfang März ein.

Dem Schafzüchter aus Bad Münder wurden nach seinen Angaben keine Auflagen gemacht. Er halte seine Tiere im Winter ohnehin alle im Stall, sagt er. Und erst gestern habe in seinem Stall wieder ein offensichtlich gesundes Lamm das Licht der Welt erblickt.



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