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Auch „Ihr Platz“ stellt Insolvenzantrag / ver.di: „Gehälter werden ausgezahlt“

Schlecker-Mitarbeiter vor ungewisser Zukunft

Hameln-Pyrmont (hen). Seit gestern bangen nicht nur die Mitarbeiter von Schlecker um ihre Jobs: Das zur Schlecker-Gruppe gehörende Unternehmen „Ihr Platz“ hat am Donnerstag einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens eingereicht. Filialen gibt es in Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Bodenwerder und Bad Pyrmont. Was aus ihnen wird, ist nicht zu erfahren. In einer Pressemitteilung heißt es lediglich, „Ihr Platz“ solle „im Rahmen einer ganzheitlichen Konzernlösung restrukturiert werden“. Auf wiederholte Anfragen zur Zukunft einzelner Schlecker- und „Ihr Platz“-Filialen heißt es lediglich: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen über einzelne Märkte, Städte oder Regionen treffen können.“

veröffentlicht am 27.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

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Während der Betrieb in den noch bestehenden Filialen des Schlecker-Konzerns weiter läuft, ist die Verunsicherung bei den Mitarbeitern nach wie vor groß. Das bestätigt Hans-Jürgen Döbbelin von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf Anfrage und stellvertretend für die Beschäftigten. „Allen Mitarbeitern ist mehr oder weniger verordnet worden, den Mund zu halten“, sagt Döbbelin. Sie dürfen nicht nur nicht, sie können wohl auch nicht – denn zurzeit weiß kaum jemand, wie es überhaupt weitergeht. Immerhin wurde gestern vermeldet, dass die Gehälter im Rahmen des Insolvenzausfallgeldes sichergestellt sind. Laut Döbbelin übernimmt eine Bank die Zahlungen und holt sich das Geld über die Bundesagentur wieder zurück. Eine konkrete Schließungsliste kennt auch ver.di nicht.

In den vorhandenen Geschäften lief der Betrieb auch nach Bekanntwerden des Insolvenzantrages weiter. „Die Filialen waren alle geöffnet, aber teilweise gab es Schwierigkeiten, weil das Warenangebot nicht mehr vollständig war“, sagt Döbbelin. Dieses Problem ist nach Auskunft des Unternehmens behoben: Schlecker hat bekannt gegeben, das Unternehmen und der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hätten eine Einigung mit dem wichtigsten Gläubiger Markant erreicht. Demnach will die Einkaufsgemeinschaft ihre Lieferungen an die Drogerie-Kette wieder aufnehmen.

Nach Einschätzung von Döbbelin werden kaum alle der 5500 bundesweiten Schlecker-Filialen erhalten bleiben: „Ziel wird es sein, das Filialnetz auf eine Größe zu bringen, die überlebensfähig ist.“ Bereits in den vergangenen Monaten sind im Gebiet des Landkreises Hameln-Pyrmont Läden geschlossen worden. Nachdem bereits vor einiger Zeit Schlecker in der Hamelner Osterstraße dichtgemacht hatte, wird zurzeit das Geschäft an der Tunnelstraße (Güterbahnhof) geräumt. In Aerzen hat sich Schlecker bereits im Herbst 2011 von einem der bislang zwei Märkte getrennt, in Coppenbrügge wurde ebenfalls bereits eine Filiale geschlossen.



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