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Trübe Aussichten für den September

Schlechtester Sommer seit 1993

WESERBERGLAND. „Die Freude flieht auf allen Wegen, der Ärger kommt uns gern entgehen“ wusste schon der Schriftsteller Wilhelm Busch. Das kann man vom derzeitigen Wetter auch behaupten. Bis weit in die kommende Woche hinein werden uns herbstliche Temperaturen, reichlich Regen und viel Wind fest im Griff haben.

veröffentlicht am 05.09.2017 um 15:55 Uhr

Regen, Regen, Regen – auch in Hameln gab es davon reichlich. Foto: Dana
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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Grund ist eine Kette heranstürmender Wetterfronten aus Westen. Am Mittwoch können sich die Höchstwerte von 20 Grad noch einigermaßen halten, doch es schüttet schon kräftig. Von Donnerstag bis zur Monatsmitte sind nur noch 15 bis 17 Grad zu erwarten. Bei einem zeitweise starken bis stürmischen Wind fallen immer wieder teils kräftige Schauer oder es regnet länger. Die Sonne hält sich vornehm zurück. Nur am Sonntag ist wohl etwas mehr davon drin.

Nimmt man die vielen guten Wetterregeln zum Septemberanfang ernst – „September in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen“ oder „Ist Regine (7. September) warm und sonnig, bleibt das Wetter lange wonnig“, sind die Aussichten für den Gesamtmonat nicht gerade berauschend. So wird der Altweibersommer wohl nach eine ganze Weile in der Warteschleife bleiben.

Wer behauptet, wir hatten einen normalen norddeutschen Sommer, der irrt. Nimmt man Temperatur, Niederschlag und Sonne zusammen, war es der schlechteste seit 24 Jahren. Nur bei der Mitteltemperatur konnte er leicht punkten. Sommerlich warm gab sich nur der Juni, wenn auch schon ziemlich feucht. Dagegen legte der Juli eine krachende Bauchlandung hin. Gemessen am Klimamittel (1981 bis 2010) war in unserer Weserregion nicht nur gefühlt zu kühl und erheblich zu trübe, sondern bis zum Dreifachen zu nass. Auch der August patzte. Zwar nahm die Regenneigung im Verlauf spürbar ab, sodass die Ernte - wenn auch verspätet – eingefahren werden konnte, doch in Sachen Sonne und Wärme hatte der Monat wenig Positives zu bieten. Erst auf der Zielgeraden bekam er mit drei spätsommerlichen Tagen in Folge noch die Kurve. Grund für den verkorksten Sommer 2017 war eine seit Mitte Juni eingefahrene Großwetterlage. Am Nordrand eines wenig beweglichen Azorenhochs nahmen atlantische Wetterfronten oder kleinräumige Tiefs mit kräftigen Regengüssen und intensivem Dauerregen vor allem Norddeutschland ins Visier. Fazit: Ausgehend vom Witterungsmuster Ende Juni/Anfang Juli bestätigte sich die Siebenschläferregel auch diesmal wieder eindrucksvoll.

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