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THW und Kran vom Kieswerk helfen

Schiff ahoi! Neue Weserfähre startet in die Saison

VARENHOLZ. Die neue Weserfähre zum Übersetzen zwischen Varenholz und Veltheim während der Wander- und Radwandersaison ist größer, schöner und komfortabler als das alte Schiffchen. Damit verbunden sind aber auch größere Herausforderungen, weil es schwereres Gerät braucht als bislang, um die Fähre zu Wasser zu lassen.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 16:41 Uhr

Am Kran schwebt die Fähre aufs Wasser. Das Gierseil ist schon gespannt. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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Der Start in die erste Saison hat dank der Kooperation des Technischen Hilfswerks (THW) Minden und von Mitarbeitern des Kieswerks Eggersmann reibungslos geklappt.

Da der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Varenholz-Stemmen, Michael Eggersmann, auch Betreiber des Kieswerks direkt neben dem Fähranleger ist, standen ein starker Kran auf Kettenfahrgestell sowie ein Helferteam zur Verfügung. Auf einem Traktoranhänger bugsierten die Kieswerker das neue Fährschiff von seinem Winterquartier auf dem Werksgelände zum Varenholzer Anleger.

Durch Kontakt zur THW-Ortsgruppe Minden standen zusätzliche Helfer bereit. Mit einem Spezialistenteam war Helmut Domscheit, Gruppenführer der THW-Fachgruppe Wassergefahren, vor Ort. „Die wollten uns mit dem Boot das Gierseil vom Veltheimer Ufer rüberholen“, erklärte Fährmann Martin Deppe, während er half, den Anlegesteg auf der Varenholzer Seite in Position zu bringen. Nach rund eineinhalb Stunden war das Werk getan und die THW-Helfer machten sich in zwei Booten weserabwärts auf den Heimweg.

Sabine Erke macht zurzeit ihre Ausbildung als Fährfrau. Martin Deppe ist schon seit fünf Jahren an Bord. Foto: who

„Jetzt müssen wir uns alle noch mit der neuen Fähre vertraut machen“, nannte Deppe die nächste Herausforderung, diesmal eine für das Fährleute-Team, das sich zurzeit zusammenfindet.

Zum aktuellen Trio gehören mit ihm, der seit fünf Jahren an Bord ist, Sabine Erke aus Hohenhausen und Michael Tenge aus Stemmen. „Sabine Deppe steht zurzeit noch in der Ausbildung, aber Michael Tenge könnte jetzt eigentlich schon die Prüfung machen“, erzählte Deppe.

Wie man überhaupt dazu kommt, Fährmann beziehungsweise Fährfrau im lippischen Norden zu werden, beschreibt er am eigenen Beispiel: Ihn habe angetrieben, „dass ich damals gerne wollte, dass unsere einzige lippische Fähre erhalten bleiben sollte“. Denn zu der Zeit habe Alfred Huck als langjähriger und erfahrener Fährmann den Betrieb ganz alleine aufrecht erhalten.

Deppe ging also an Bord und ließ sich von „Käpt‘n Huck“ in die Geheimnisse des Fährmannsjobs und in die Besonderheiten der Weserquerung zwischen Veltheim und Varenholz einweihen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Minden als aufsichtsführende Instanz für die Erteilung des Fährpatents schreibt 90 Tage Praxis an Bord vor, als Nachweis für die Zulassung zur Prüfung. Deppe sammelte seine praktische Erfahrung auf der kleinen Veltheimer Personenfähre, einer sogenannten Gierfähre. Gierfähren – die neue Fähre ist auch so eine – werden von einem in mehreren Metern Höhe gespannten Drahtseil gehalten und so über den Fluss geleitet.

Info: Die Fähre Varenholz-Veltheim verkehrt während der Saison von Anfang April bis Ende Oktober an Wochenenden, Feiertagen sowie an Brückentagen jeweils von 10 bis 18 Uhr. Fahrpreise: Erwachsene zu Fuß zahlen einen Euro, mit Fahrrad zwei Euro; Kinder bis zu zwölf Jahre zahlen 50 Cent, mit Fahrrad einen Euro; Überfahrten während der Woche sind nur mit Anmeldung möglich (mindestens zehn Personen) bei der Gemeinde Kalletal, Telefon (05264) 644-113.

Der Fährbetrieb ist im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mit der offiziellen Eröffnungsparty am Varenholzer Anleger gestartet. Die Party wird beim Fährfest im August nachgeholt.



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