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Strecke Hannover – Hameln – Paderborn von Sperrung der Schnellfahrstrecke betroffen

S-Bahn pünktlich – aber mehr Güterzüge

Hameln-Pyrmont. Gute Nachricht für alle Bahnpendler: Die Linien S 5 und S 51 auf der Strecke Hannover –Hameln –Paderborn werden trotz Streckensperrung pünktlich fahren.

veröffentlicht am 18.04.2016 um 19:20 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

von joachim Zieseniß und hans-ulrich kilian
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Hameln-Pyrmont. Gute Nachricht für alle Bahnpendler, die auf den Linien S 5 und S 51 auf der Strecke Hannover –Hameln –Paderborn angewiesen sind: Wie Sabine Brunkhorst aus der

Kommunikationsabteilung im DB-Regionalbüro Hamburg mitteilt, wird der S-Bahn-Verkehr auf den Bahnhöfen Hameln und Bad Pyrmont auch während der Sperrung der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Kassel weiterhin fahrplangemäß abfahren und ankommen.

Von Samstag, 23. April bis Sonntag, 8. Mai 2016 erneuert die Bahn auf der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Kassel rund 130 000 Tonnen Schotter. Die Arbeiten verteilen sich auf verschiedene Abschnitte mit einer Gesamtlänge von über 30 Kilometern. Aufgrund der hohen Beanspruchung der Strecke ist die Schottererneuerung erforderlich, um möglichen Geschwindigkeitseinschränkungen vorzubeugen. Die Trasse zwischen Hannover und Kassel gehört zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des Landes, ist aber fast 30 Jahre alt.

Die Deutsche Bahn hat übrigens für dieses Jahr das größte Modernisierungsprogramm ihrer Geschichte vorgestellt. Es umfasst Investitionen von insgesamt 28 Milliarden Euro in Erneuerung und Instandhaltung des Schienennetzes bis zum Jahr 2019. Die Zahl der Bauprojekte soll in diesem Jahr von 500 auf rund 850 Vorhaben steigen.

Im Fernverkehr auf der Strecke zwischen Hannover und Kassel wird die Bahn während der zweiwöchigen Sperrung über 90 Prozent der planmäßigen Kapazitäten anbieten. Auch der Messehalt in Hannover wird in dieser Zeit weiter bedient.

Von den Linien des Fernverkehrs werden die ICE Linien 11 Berlin-Kassel-Frankfurt-Stuttgart-München, 12 Berlin-Kassel-Frankfurt-Karlsruhe-Schweiz, 20/22 Hamburg-Hannover-Kassel-Frankfurt-Karlsruhe-Schweiz/Stuttgart, 25 Hamburg/Bremen-Hannover-Würzburg-Nürnberg/Augsburg-München und IC-Linie 26 Hamburg-Hannover-Kassel-Gießen-Frankfurt-Karlsruhe betroffen sein. Es kommt zu Fahrzeitverlängerungen bis zu 60 Minuten.

Im Nahverkehr werden bei DB Regio einzelne Linien mit Ausfällen auf Teilabschnitten Richtung Hamburg betroffen sein. Die Strecke Hannover – Hameln – Paderborn sei jedoch nicht betroffen, so die Pressesprecherin.

Zusätzlich zu den gesetzlichen Fahrgastrechten bietet die DB betroffenen Kunden während der Streckensperrung Kulanzregelungen an: Kunden mit einer ICE- oder IC-Zeitkarte im Abo werden aktiv von der DB angesprochen und erhalten eine Teilerstattung. Betroffene Kunden mit einer BahnCard 100 werden gebeten, sich für die Kulanzregelung beim BahnCard-Service zu melden. Zeitkarteninhaber mit IC-Berechtigung können zudem ohne Aufpreis die ICE-Züge nutzen. Bereits erworbene Flex- und Sparpreistickets sowie Reservierungen werden kostenlos erstattet. Für die bisher gekauften Sparpreistickets wird die Zugbindung aufgehoben, erklärt Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst.

Laut Brunkhorst muss während der zweiwöchigen Streckensperrung im Rahmen der erforderlichen Umleitungen mit einem verstärkten Güterzugaufkommen auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Altenbeken gerechnet werden. Diese Güterzüge müssen die Umleitungsstrecken für den ICE-Verkehr auf der Strecke über Elze, Northeim und Kreienssen nach Götingen freimachen. „Die meisten Güterzüge werden zwar weiträumig umgeleitet. Es kann aber auch sein, dass sie über Altenbeken geführt werden müssen“, so die Bahnsprecherin. Da auf der Strecke nachts weniger Personenverkehr stattfände, dürfte dieser verstärkte Güter-Umleitungsverkehr vom 23. April bis zum 8. Mai auch nachts zu erwarten sein. Genaue Zahlen wollte die DB noch nicht nennen.

Insider schätzen, dass sich das Güterzugaufkommen zumindest verdoppelt. Zurzeit sind etwa 20 Güterzüge pro Tag und Nacht hier unterwegs, es könnten zwischen 20 und 60 mehr werden. Umleitungen sind an der Tagesordnung, wenn eine Störung auf einer anderen Strecke auftritt. Allerdings sei der Weg über Altenbeken nach Kassel oder zurück nicht die erste Wahl für Güterzüge, denn der Weg sei verhältnismäßig weit und sie müssten Höhenlagen und enge Kurvenradien bewältigen, so ein Eisenbahnexperte.

Detaillierte Infos zu den Fahrzeiten erhalten Reisende im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. Außerdem werden die Fahrgäste werden über Lautsprecheransagen, Aushänge in den Bahnhöfen sowie in den Zügen durch das Zugbegleitpersonal informiert.



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