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Gleis stundenlang blockiert / Strecke zwischen Hameln und Weetzen nur einseitig befahrbar

S-Bahn evakuiert: Plötzlich ging nichts mehr

Hameln/Springe (mari). Hunderte Bahnreisende mussten sich gestern auf Verspätungen einstellen. Wegen einer kaputten Oberleitung ging es für eine S-Bahn weder vor noch zurück. Kurz nachdem der Zug – er war in Richtung Hannover unterwegs – den Springer Bahnhof passiert hatte, kam es zum Stillstand. Ein Ruck – dann ging nichts mehr. Um kurz nach 11 Uhr stand die Bahn. 50 Fahrgäste mussten über den Führerstand evakuiert werden. Das Gleis war stundenlang blockiert; zwischen Hameln und Weetzen war die Strecke bis zum Nachmittag nur einseitig befahrbar.

veröffentlicht am 07.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Ein Mitarbeiter einer Transportfirma muss mit seinem Kran beim Holzverladen gegen ein Richtseil der Oberleitung gekommen sein. Der Draht riss daraufhin, die Oberleitung senkte sich ab. Weil der Mitarbeiter den Schaden nicht bemerkte, meldete er ihn auch nicht. Das hatte weitreichende Folgen: Die S-Bahn, die um kurz nach 11 Uhr von Springe Richtung Hannover unterwegs war, passierte das kaputte Stück. Sowohl am vorderen als auch am hinteren Zugteil brachen die Stromabnehmer ab – die Bahn stand still.

Bahn-Notfallmanager Peter Jahn aus Hameln war um 11.28 Uhr vor Ort und entschied, dass die 50 Fahrgäste auf der freien Strecke aussteigen mussten. Sie wurden per Durchsagen informiert. Der 41-jährige Stefan Becker aus Eldagsen kletterte als Erster die zwei Stufen von der Lok herunter und half dann dem Notfallmanager, die Mitreisenden ins Freie zu heben. „Eigentlich habe ich es eilig. Aber das hier geht vor“, erklärte der Mann.

Während Becker auf den Bus umsteigen wollte, entschieden sich zahlreiche andere Pendler, auf die nächste Bahn zu warten. Die beiden Berufsschülerinnen Diana Rempler (18) und Mareike Kölling (19) blieben gelassen: „Das ist halt blöd gelaufen.“ Die 68-jährige Karin Ergenzinger aus Bad Münder reagierte dagegen verärgert. Die häufigen Zugausfälle seien „traurig“: „Ich muss zu einer Geburtstagsfeier nach Hamburg. Der Anschlusszug ist gleich weg.“

Die kaputte Oberleitung konnte zwar am Mittag repariert werden, die defekte S-Bahn blockierte jedoch bis zum Nachmittag das Gleis. Hunderte von Fahrgästen mussten bis zu einer Stunde auf ihren Zug warten oder auf den zwischen Hameln und Weetzen verkehrenden Schienenersatzverkehr umsteigen.

Die Fahrgäste werden über den Führerstand evakuiert. Foto: mari



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