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Plädoyers werden heute nicht gehalten

Salzhemmendorf-Prozess: Verteidigerin fordert neues Sachverständigen-Gutachten

Hannover (dpa/lni). Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf hat die Verteidigerin des 31-jährigen Angeklagten ein neues Sachverständigen-Gutachten gefordert. Der bisherige Gutachter habe außer Acht gelassen, dass ihr Mandant bei der Tat erheblich alkoholisiert und damit vermindert schuldfähig gewesen sei.

veröffentlicht am 29.02.2016 um 10:12 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:12 Uhr

Prozessbeginn Salzhemmendorf
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Das sagte Rechtsanwältin Tanja Brettschneider am Montag im Landgericht Hannover. Sie kritisierte den Gutachter als voreingenommen.

Die Verteidigung des mutmaßlichen Brandsatzwerfers hatte am letzten Verhandlungstag angeregt, eine Verurteilung wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge statt wegen versuchten Mordes in Betracht zu ziehen. Nach Überzeugung der Verteidigung ließ sich die Staatsanwaltschaft Hannover politisch beeinflussen, nachdem Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Anschlag bei seinem Besuch des Tatorts als "versuchten Mord" bezeichnet hatte.

Der 31-Jährige muss sich mit einem 25-Jährigen und einer 24-Jährigen wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes verantworten. Das Trio soll Ende August einen Molotowcocktail in das überwiegend von Asylbewerbern bewohnte Haus im Weserbergland geworfen haben. Nur durch einen glücklichen Zufall wurde dabei niemand verletzt. An diesem Montag waren eigentlich die Plädoyers erwartet worden. Wegen einer Vielzahl von Beweisanträgen hat sich der Prozess verzögert.


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