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Staatsanwaltschaft will bis zu acht Jahre durchsetzen

Salzhemmendorf-Prozess: Lange Haftstrafen gefordert

Hannover (dpa/lni). Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf will die Staatsanwaltschaft lange Haftstrafen für die drei Angeklagten erreichen. Es wurden acht, sieben sowie vier Jahre und zwei Monate gefordert. Nach dem Prozesstag am Freitag folgen noch zwei Tage mit Plädoyers. Das Urteil soll am 17. März gesprochen werden.

veröffentlicht am 04.03.2016 um 14:47 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:12 Uhr

Prozess Salzhemmendorf
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Für den 31 Jahre alten Werfer des Molotowcocktails verlangte Staatsanwältin Katharina Sprave am Freitag im Landgericht Hannover eine achtjährige Freiheitsstrafe. Der 25-jährige Angeklagte soll für sieben Jahre ins Gefängnis. Für die 24 Jahre alte Frau, die beide Männer zum Tatort fuhr, forderte Sprave vier Jahre und zwei Monate Haft.

Das Trio muss sich wegen versuchten Mordes aus Fremdenhass verantworten. Der Brandsatz flog durch ein geschlossenes Fenster und landete in der Wohnung einer Familie aus Simbabwe. Nur weil der Junge im Zimmer seiner Mutter schlief, wurde niemand verletzt. "Wir haben hier einen gezielten Angriff auf die Wohnung mit den dunkelhäutigen Personen", sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Dies belegten auch die auf der Rückfahrt im Auto gefallenen Sprüche wie "Wenn der Neger brennt, feiere ich richtig".

Die Männer hatten ein fremdenfeindliches Motiv abgestritten und die Tat darauf zurückgeführt, dass sie sturzbetrunken waren.

Am Freitag werden noch Plädoyers von zwei Nebenklagevertretern erwartet. Weitere Plädoyers folgen am 14. und 16. März. Die Urteilsverkündung soll am 17. März stattfinden.



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