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Sonderausstellung im Hubschraubermuseum / „Roter Baron“ Richthofen erhält noch heute Post aus aller Welt

„Ritter der Lüfte“ landet in Bückeburg

Bückeburg. Rund um die Fliegerlegende Manfred von Richthofen dreht sich die erste im neuen Gebäude des Hubschraubermuseums gezeigte Sonderausstellung. Die am Sonnabend eröffnete Präsentation nimmt den 95. Todestag (21. April) des auch als „Roter Baron“, „Red Baron“ und „Baron Rouge“ bezeichneten Adeligen zum Anlass, die Person des wohl bekanntesten Piloten des Ersten Weltkrieges aus unterschiedlichen Gesichtspunkten zu beleuchten.

veröffentlicht am 08.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

herbert Busch
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Zur Eröffnung durch Hubschrauberzentrumschef Wolfgang Raschke und Bürgermeister Reiner Brombach kamen unter anderem der Neffe des Piloten, Manfred Freiherr von Richthofen, und Dr. Anja Dörfer, die wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Luftschiff- und Marinefliegermuseum Aeronauticums in Nordholz, wo 2008 eine vergleichbare Ausstellung gezeigt worden war. Raschke erläuterte, dass der Mythos um den Baron und sein rotes Flugzeug bereits zu dessen Lebzeiten entstanden sei und bis heute überdauere. Während des Ersten Weltkrieges habe der „Fliegerheld“ in Zeiten negativer Nachrichten von der Front als Hoffnungsträger gedient und die im Stellungskrieg verharrenden Soldaten motiviert. „Seine Erfolge im Luftkampf wurden im Kaiserreich umfassend medial aufbereitet.“ Der „Ritter der Lüfte“ sei nicht nur in Deutschland Sinnbild für fliegerische Höchstleistungen gewesen. „Auch die Kriegsgegner zollten ihm ausnahmslos Respekt.“

Sein Onkel habe nicht nur über glänzende Fähigkeiten als Pilot verfügt und sei nicht nur eine vorbildliche Führungspersönlichkeit gewesen, legte Manfred Freiherr von Richthofen dar. „Er schoss auch sensationell gut.“ Darüber hinaus belegten Schilderungen seines Vaters und seiner Großmutter das „mehr als selbstkritische“ Wesen des Barons. „Der Krieg ist nicht mehr zu gewinnen“, soll er diesen gegenüber bereits im Herbst 1917 gesagt haben.

Faszinierend sei, „dass ein Mann, der mit 26 Jahren abgeschossen wurde, heute noch einen so hohen Bekanntheitsgrad besitzt“. Er als Nachfahre erhalte noch immer Zuschriften aus England, aus Frankreich, aus den Vereinigten Staaten und aus Kanada von Menschen, die sich in freundschaftlicher Weise an den Baron erinnerten. „Das waren ja nicht die Verbündeten, sondern eigentlich die Gegner, die dieses Loblied heute singen.“

Dr. Anja Dörfer machte auf die kaum noch zu überschauende Materialmenge von Objekten und Schriften, die mit dem Adeligen verbunden seien, aufmerksam. Dessen positives Image finde selbst in scheinbar abwegigen Bereichen Verwendung, wie etwa bei der Bezeichnung einer Tiefkühlpizza.

Die Ausstellung „Manfred von Richthofen – ein Jagdflieger des Ersten Weltkrieges“ ist noch bis Sonntag, 25. August, im Museum zu sehen. Das Hubschraubermuseum in Bückeburg ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.



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