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Politik berät über Zukunft des Kinderheims / Seit 2009 schreibt Einrichtung tiefrote Zahlen

Reseberg: Kreis zieht einen Schlussstrich

Hameln-Pyrmont (joa). Das Hamelner Kinderheim Reseberg, seit dem Jahre 2003 als Netto-Regiebetrieb des Landkreises geführt, soll ab 1. Januar kommenden Jahres als Eigenbetrieb weitergeführt werden. Diesen Vorschlag macht die Verwaltung dem Jugendhilfeausschuss des Kreises, der heute über die Zukunft der Einrichtung entscheiden soll. Der diplomierte Sozialpädagoge Eckhard Witte, der bereits Anfang Juli seine Arbeit im Heim aufgenommen hatte, soll zum Betriebsleiter bestellt werden. Die Wirtschaftsführung soll von der Kreiskasse gemäß Handelsgesetzbuch unabhängig sein.

veröffentlicht am 12.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:21 Uhr

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Damit will der Kreis einen Schlussstrich unter die unrühmliche Geschichte seines Kinderheimes setzen, das seit 2009 tiefrote Zahlen im sechsstelligen Bereich schreibt. Das war Grund genug für den Landkreis, schon Überlegungen anzustellen, sich von dieser Jugendhilfeeinrichtung ganz zu trennen. Diese Überlegungen, die von der Kreisverwaltung bereits im November vorigen Jahres der Politik vorgestellt worden waren, gingen dabei so weit, das Kinderheim an der Hamelner Leuthenstraße an einen privaten Betreiber zu veräußern.

Überlegungen, die den Politikern im Kreistag dann aber doch zu weit gingen. Dessen damalige Willensbekundung: Das Kinderheim Reseberg soll mit dem Ziel einer größtmöglichen Eigenständigkeit in eine andere geeignete Rechtsform unter dem Dach des Landkreises überführt werden. Das inhaltliche Angebot der Einrichtung soll auf das Kerngeschäft konzentriert werden. Und das sehen Politik wie Verwaltung in den sogenannten „Inobhutnahmen“, bei denen das Jugendamt innerhalb kürzester Zeit handeln muss, um Kinder aus zerstörten Familien in Sicherheit zu bringen.

Die weitere Angebotspalette – beispielsweise die defizitäre Mutter-Kind-Betreuung – soll insbesondere aufgrund des hohen unternehmerischen Risikos hinterfragt werden. Um das jetzt vorgelegte Zukunftskonzept des Kinderheims zu erarbeiten, war von der Politik eine Lenkungsgruppe eingesetzt worden, die viermal getagt hat. Neben der jetzt favorisierten Lösung des Eigenbetriebs waren dabei auch die Modelle einer Anstalt öffentlichen Rechts, einer GmbH und eines eingetragenen Vereins durchgespielt worden. Zur Lösung des Eigenbetriebes ist man gekommen, weil hierbei die Insolvenzgefahr und das Personalrisiko offenbar am geringsten sind. Ein noch von der Politik zu gründender Betriebsausschuss und ein vor Ort agierender Personalrat sollen die Neuausrichtung des operativ sonst selbstständig agierenden Kinderheims künftig begleiten.

Der Vorschlag der Verwaltung sieht weiterhin vor, dass, sollte sich der Eigenbetrieb Kinderheim wirtschaftlich positiv entwickeln, „langfristig die Gründung einer GmbH angestrebt werden“ könnte.

Als äußeres Zeichen für den Neustart der Einrichtung hat der Lenkungsausschuss außerdem vorgeschlagen, dass der Name „Kinderheim Reseberg“ abgelegt werden soll. Vorschläge für einen neuen Namen soll es heute in der Sitzung geben.

Das Kinderheim Reseberg: Heute soll eine Entscheidung über seine Zukunft fallen.



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