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Naturpark Weserbergland: Ersten Erfolgen sollen weitere Projekte folgen

Region setzt auf Wanderer

Weserbergland. Vom beschaulichen Ziel für Rentner zur aktiven Region für Wanderer zu Fuß oder auf dem Rad – der Naturpark Weserbergland profiliert sich seit Jahren neu. Zehn Jahre lang hat der frühere Stadtdirektor von Hessisch Oldendorf, Wilhelm Kuhlmann, dafür die Arbeit im Hintergrund geleistet, im Juni ist ihm Rintelns Ehrenbürgermeister Karl-Heinz Buchholz im Amt des Geschäftsführers gefolgt.

veröffentlicht am 30.12.2015 um 19:36 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

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Autor:

Dietrich Lange
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Und beide zusammen konnten schon eine erste Frucht ernten: Bei der Messe „Pro Natur“ in Düsseldorf bekam der Naturpark die Urkunde über die Zertifizierung des Weserberglandwegs (Hannoversch Münden bis Porta Westfalica) als Qualitätswanderweg. Bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) im März in Berlin soll die Urkunde für den Wanderweg Ith-Hils folgen.

„Drei Bundesländer und neun Landkreise durchzieht der Weserberglandweg“, erklärt Buchholz. „Das Qualitätszertifikat wurde für drei Jahre verliehen, kann danach neu beantragt werden. Für den Weg Ith-Hils läuft das Zertifizierungsverfahren noch.“

Träger des Naturparks Weserbergland sind die Landkreise Hameln-Pyrmont (mit allen Kommunen) und Schaumburg (alle außer Samtgemeinde Sachsenhagen, diese ist Mitglied beim Naturpark Steinhuder Meer). Vor 40 Jahren wurde der Naturpark vom Land gegründet. Gemäß Zweckvereinbarung liegt die Geschäftsführung beim Landkreis Hameln-Pyrmont. „Und der hat mich gebeten, die Nachfolge von Wilhelm Kuhlmann anzutreten“, erklärt Buchholz.

Doch das ist nicht die einzige neue Aufgabe von Buchholz. Er kümmert sich auch um die Leader-Region Westliches Weserbergland, die bis 2022 in die EU- und Landesförderung gekommen ist. Hier müssen nun konkrete Ziele entwickelt und vereinbart werden. „Im Frühjahr werde ich mit den Leader-Regionen westliches und östliches Weserbergland sowie dem Tourismusverband Weserbergland darüber diskutieren, ob es Sinn macht, neben der Zertifizierung einzelner Wanderwege die ganze Region zertifizieren zu lassen. Dann wäre aber auch die Beschilderung der Wanderwege zu verbessern.“

Eine Attraktion soll erhalten, vermehrt und touristisch besser vermarktet werden: die Süntelbuche. Bisher als Allee im Kurpark Bad Nenndorf zu bewundern, vereinzelter auf dem Dachtelfeld im Süntel und in Bad Münder zu sehen, besticht sie durch ihren skurrilen Wuchs. Sie als Naturdenkmal unter Schutz stellen, sichert aber nur den Bestand. „Bei einer Auftaktveranstaltung in der Schillathöhle haben wir mit einem Professor der Leibniz-Universität Hannover, Institut für Umweltplanung, darüber gesprochen. Alle fanden das Thema gut, nächstes Jahr wollen wir darüber erneut diskutieren“, teilt Buchholz mit. „Wir haben auch schon einen Vorschlag für eine Studentenarbeit an die Universität geschickt“, fährt Buchholz fort. „Im nächsten Jahr könnten Standorte untersucht werden, wo Neuanpflanzungen möglich sind. Außerdem soll geprüft werden, ob und wie die Standorte touristisch genutzt werden könnten.“

Darüber hinaus will man sich Gedanken darüber machen, ob und wie ein Naturparkplan erstellt werden sollte. „Zunächst eine Bestandserhebung machen, dann eine Entwicklungsperspektive aufzeigen und klären, welchen Weg wir gehen wollen“, umreißt Buchholz das Prozedere. „Die Zielrichtung soll Umweltbildung sein. Nur Wanderwege ausweisen, das reicht langfristig nicht. Und es gibt Zuschüsse dafür, 50 Prozent von der EU und 15 Prozent vom Land Niedersachsen. Geprüft werden soll auch, ob es Sinn macht, eine Regionalmarke für landwirtschaftliche Produkte zu entwickeln. Auch um Barrierefreiheit und Klimaschutz wird es gehen. Aber dafür müssen die beiden Kreistage erst einmal Haushaltsmittel bereitstellen.“

Während Buchholz beim Naturpark Einzelkämpfer ist, soll es bei der Leader-Region eine fest angestellte Kraft und eine Geschäftsstelle geben. Die Stelle war ausgeschrieben, eine Kandidatin von einem Büro, mit dem die Kommunen schon früher zusammengearbeitet haben, ist ausgewählt. Für die Betreuung der Leader-Phase bis 2022 soll im Rathaus Hessisch Oldendorf eine Geschäftsstelle eingerichtet werden, in der diese feste Kraft tätig würde. Auetal, Aerzen sowie die ländlichen Bereiche von Hameln und Rinteln werden gefördert. Für die feste Stelle ist bereits der Förderantrag gestellt. Buchholz: „Damit sind wir im Vergleich zu anderen Leader-Regionen in Niedersachsen vorn.“



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