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Was ein junger Mann in und vor einer Disko erlebte / Gewaltopfer wurde vier Stunden operiert

„Raus hier, du blutest sonst noch alles voll“

Hameln. Seinen 18. Geburtstag hat Rafael H. im Kreiskrankenhaus an der Weser erlebt – bei Hühnersuppe und flüssigem Joghurt. Denn Essen und Trinken kann der schwer verletzte Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums derzeit nur mit einem Strohhalm zu sich nehmen. Sein zweifach gebrochener Unterkiefer ist verdrahtet. Wenn die Schmerzen zunehmen, eilt eine Schwester herbei, und schließt ihn an einen Tropf an. Durch einen Schlauch und eine Kanüle läuft dann ein Medikament in seine rechte Armvene. H.s Gesicht ist geschwollen, sein rechtes Auge blau, der Augapfel blutunterlaufen. Der junge Mann aus Coppenbrügge liegt seit sechs Tagen im Krankenhaus. Innerhalb von ein paar Minuten ist er Opfer zweier Gewalttaten geworden. Die erste hat sich frühmorgens in der Diskothek „Nachtschicht“ am Multimarkt in Klein Berkel, die zweite etwa eine Viertelstunde später vor dem Tanzlokal ereignet. Das Sicherheitspersonal sei Zeuge der zweiten Attacke geworden, habe für ihn aber keinen Rettungswagen angefordert, „obwohl ich darum gebeten habe“, behauptet der Schwerverletzte. Diese Aussage bestätigt Fabian M. (20), ein guter Freund des Opfers, der die Angriffe miterlebte.

veröffentlicht am 04.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann


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