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Zwei Maskierte bedrohen Spielhallen-Aufsicht mit einem Messer / Polizei löst Großfahndung aus

Raubüberfall – „Los, leg dich auf den Boden!“

Hessisch Oldendorf (ube). Die mit Sturmhauben maskierten Räuber kamen nach Mitternacht – sie betraten das „Casino Stübchen“ an der Langen Straße in Hessisch Oldendorf durch die Hintertür. „Niemand bekam etwas davon mit“, erzählt Geschäftsführer Christian Pätzel. An der Theke bedrohte einer der Männer die Spielhallen-Aufsicht mit einem Messer. Der Verbrecher sprach Deutsch mit einem südländischen Akzent – er kam gleich zur Sache, sagte: „Überfall! Los, leg dich auf den Boden!“ Der 30-jährige Auetaler ging auf die Knie, verhielt sich ruhig. Ein Täter öffnete die Kasse und schnappte sich das darin liegende Geld. Dann suchten die komplett schwarz gekleideten Männer das Weite. Der Überfall dauerte nicht einmal zwei Minuten.

veröffentlicht am 17.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:21 Uhr

Tatort „Casino Stübchen“ – Spielhallen-Aufsicht Sandra J. (23) füllt einen Automaten auf. Sie hat den Überfall
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Um 1.10 Uhr ging der Notruf des Spielhallen-Mitarbeiters bei der Regionalleitstelle in Hameln ein. Der Kommissar vom Lagedienst löste eine Großfahndung aus, schickte alle verfügbaren Einheiten zum Tatort. Straßen und Gassen wurden abgefahren, mögliche Verstecke aufgesucht. Die Suche nach dem Räuber-Duo verlief jedoch erfolglos.

Ermittler der Tatort-Gruppe befragten das Opfer wenige Minuten nach der Tat. Der Mann habe unter Schock gestanden und einen aufgelösten Eindruck gemacht, sagt Kommissar Dirk Barnert. Er konnte die Gesuchten jedoch beschreiben. Die Räuber sind 20 bis 30 Jahre alt, zirka 1,75 Meter groß und von kräftiger Statur. Sie trugen Kapuzenpullover, Jogginghosen und Motorrad-Hauben. Die Höhe der Beute könne immer noch nicht beziffert werden, sagte Barnert am Abend.

„Casino“-Chef Pätzel sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, seinem Mitarbeiter gehe es den Umständen entsprechend gut. „Er ärgert sich nur ein bisschen, dass er den Raub nicht verhindern konnte.“

Überfälle wie dieser „nerven einfach nur“, sagt Pätzel. „Das braucht kein Mensch. So etwas belastet die Angestellten und die Kunden.“ Die Ermittler des für Raub und Einbruch zuständigen 2. Fachkommissariats des Kriminaldienstes hoffen, dass jemand verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Hinweise nimmt die Inspektion rund um die Uhr unter 05151/933222 entgegen.

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