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400 heimische Gewerkschafter demonstrieren für mehr Lohn / Müllabfuhr wird nachgeholt

Rathaus und Kitas gestern geschlossen

Hameln-Pyrmont (joa). In Emmerthal war gestern das Rathaus für den Publikumsverkehr geschlossen, in Hessisch Oldendorf einige Kitas und in Hameln das Hallenbad. Der Grund: Aufgrund des unzureichenden Angebots der Arbeitgeber hatte ver.di zu einer zweiten Warnstreikwelle aufgerufen. Und rund 400 Organisierte aus dem öffentlichen Dienst waren gestern Morgen um 9 Uhr mit acht Bussen nach Hannover gefahren, um dort an der zentralen Kundgebung auf dem Opernplatz für bessere Löhne zu demonstrieren. Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent mehr Lohn.

veröffentlicht am 20.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

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Sabine Prenzlow, ver.di-Ansprechpartnerin für den Landkreis Hameln-Pyrmont, spricht von einer deutlich höheren Beteiligung bei dieser zweiten Streikwelle: Waren es doch beim 1. Warnstreiktag am 7. März in Hameln 350 Streikende. Etwa 20 000 Organisierte machten sich gestern nach Auskunft von Prenzlow in Hannover für bessere Einkommen im öffentlichen Dienst stark: „Die Stimmung war gut und sehr kämpferisch, und die Arbeitgeber sind gut beraten, bei der dritten Verhandlungsrunde am 27. und 28. März ein offenes Ohr für unsere Forderungen zu haben“, so die Gewerkschafterin aus Hameln.

Denn, so rechnet ver.di vor: Was die Arbeitgeber vorgeschlagen haben, würde für einen Facharbeiter bedeuten, dass er im ersten Jahr 2,1 Prozent mehr bekommen würde, dies wären 50,90 Euro, im zweiten Jahr 1,2 Prozent, das wären 29,69 Euro. Bei der Krankenschwester wären es 49,64 Euro, beziehungsweise 28,96 Euro und bei der Erzieherin 51,57 Euro, beziehungsweise 30,90 Euro. „Das reicht ja noch nicht mal für eine Tankfüllung!“, war der Kommentar des Kollegen Bernd Stüven vom Betriebshof der Stadt Hameln. Er und seine Kollegen sind deshalb wieder geschlossen nach Hannover gefahren. Der Betriebshof war daher gestern dicht.

Ebenfalls mit Gewerkschaftern dabei waren 30 Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft, Organisierte der Stadtwerke Hameln, des Sana-Klinikums, der Sparkasse Weserbergland, der Stadt Hameln und der Stadt Bad Münder.

Aufgrund des Warnstreiks im öffentlichen Dienst am gestrigen Montag mussten verschiedene Sammeltouren der Kreisabfallwirtschaft ausfallen. Betroffen waren die Restmülltouren in Hameln, Klein Berkel, Tündern, Groß Berkel, Dehmke, Königsförde, Wallensen, Diedersen und Bisperode. Auch Elektrogeräte, die in Rohrsen und in Ortsteilen von Bad Münder und Coppenbrügge gestern abgeholt werden sollten, blieben stehen. Sandra Lummitsch, Pressesprecherin beim Landkreis Hameln-Pyrmont: „Diese Touren werden sobald als möglich in den nächsten Tagen nachgefahren.“ Deshalb bittet die KreisAbfallWirtschaft, die Mülltonnen und Elektrogeräte in diesen Bereichen bereitgestellt zu lassen. Die KreisAbfallWirtschaft bittet weiter darum, dass alle Mülltonnen sowie Papier, Grünschnitt und Sperrmüll der im Verlauf der Woche planmäßig stattfindenden Sammeltouren ebenfalls am jeweiligen Abfuhrtag bereitgestellt werden.



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