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Wenn der „Hungerast“ kommt

Radmarathon „Weserrunde“ erstmals bundesweit in der Sportwertung des BDR

RINTELN. Einmal Rinteln – Hannoversch Münden und zurück. Noch vier Monate ist Zeit, der nächste Radmarathon findet am 2. September statt, doch schon jetzt haben sich aktuell 210 Starter angemeldet.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 18:08 Uhr

Foto: Dana
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Autor

Hans Weimann Reporter
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Dann vor der Zieleinfahrt noch über die Ottensteiner Hochebene, wenn man schon von einem Bier und einer Dusche träumt. Macht 300 Kilometer, 2492 Höhenmeter und einen Muskelkater am nächsten Morgen in den Beinen, wenn man eine solche Tour nicht gewöhnt ist. Randonneure dagegen sehen 300 Kilometer eher als Trainingsstrecke. Doch es sind nicht nur Langstreckenfahrer die bei der „Großen Weserrunde“ an den Start gehen, sondern auch viele Hobbyradler. Schließlich man kann wählen, wie weit die Reise gehen soll 300, 200 oder 150 Kilometer. Start und Ziel ist das Ernestinum.

Noch vier Monate ist Zeit, der nächste Radmarathon findet am 2. September statt, doch schon jetzt haben sich aktuell 210 Starter angemeldet. Das hat selbst Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Westliches Weserbergland, überrascht. Die achte Auflage des Radmarathons hat es damit zu einem bundesweit bekannten Rad-Event geschafft und sich zu einem touristischen Faktor für die Weserstadt entwickelt. Wer noch ein freies Zimmer am Veranstaltungswochenende im September sucht, sollte sich beeilen, sagt Gräbner, Rinteln sei fast ausgebucht. Es gibt einen guten Grund für die vielen frühen Anmeldungen: Der Radmarathon wird jetzt auch vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gelistet. Das bedeutet, wer hier fährt, sammelt Punkte.

Thorsten Groß von der Radsparte des TSV Krankenhagen war deshalb im letzten Jahr als „Tour-Inspektor“ dabei. Denn an die Organisation werden besondere Anforderungen gestellt, wenn der BDR mit im Boot ist. So müssen die Strecken ausgeschildert sein, wobei die Orientierung kein Problem ist: Die Weser muss immer rechts vom Radfahrer sein. Ohne die vielen Freiwilligen an der Strecke aus Vereinen, DRK, DLRG und Feuerwehr ginge nichts. Ganz wichtig sind auch die Damen, die Brötchen schmieren und Suppen kochen. Denn nichts trifft einen Radler härter als der „Hungerast“, wenn der Mann mit dem großen Hammer kommt. Unter Sportler auch bekannt als „hitting the wall“. Angemeldet haben sich bisher Einzelfahrer aus Belgien, Bayern, Braunschweig, Warstein, Hamburg, Köln, Hannover und aus der Region. Dazu Gruppen mit über 30 Fahrern. Mit Blick auf den demografischen Wandel dürfen übrigens auch E-Bikes-Fahrer starten. Angesichts der begrenzten Akkukapazität ist die 300-Kilometer-Strecke für E-Biker allerdings eine besondere Herausforderung.

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