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Rinder, Schafe, Pferde, Falke: Beamte zwei Nächte lang in Einsätzen

Polizisten als Cowboys – Tiere büxen reihenweise aus

Weserbergland. Ob Polizeibeamte bereits von tierischen Nächten sprechen, ist nicht bekannt. Auf alle Fälle waren Beamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden außergewöhnlich häufig damit beschäftigt, Ausreißer wieder einzufangen. Rinder, Schafe, Pferde, Esel und auch ein Greifvogel, lang ist die Liste an Tieren, die Reißaus genommen hatten und wieder eingefangen werden mussten:

veröffentlicht am 17.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Den Luftweg zur Flucht nutzte ein Sakerfalke. Anwohner der Königsberger Straße in Aerzen meldeten am Mittwochabend der Polizei einen Falken, der schon längere Zeit auf einem Autodach saß und sehr zutraulich wirkte. Seine Identität konnte anhand einer Markierung schnell ermittelt werden. Falke „Susi“ hatte sich bereits am Montag von der Adlerwarte Berlebeck bei Detmold abgesetzt. Er habe sich offenbar erschreckt, meinte Falkner Benjamin Aschmann, der den Vogel noch am Abend wieder zurück nach Hause nach Detmold holte.

Am Dienstag gegen 16.30 Uhr wurde die Pyrmonter Polizei informiert, dass sich eine Kuhherde auf dem Flugplatzgelände in Kleinenberg herumtreibe.

Knapp zwei Stunden später sichteten Autofahrer ein Schaf, das auf der Kreisstraße zwischen Kirchbrak und Oelkassen herumlief. Als die Polizei eintraf, versuchte der Tierhalter bereits, dem in ein Waldstück geflüchteten Tier zu folgen. Erfolglos, gestern fehlte von dem Schaf noch jede Spur.

Gegen 19 Uhr waren Beamte der Polizeistation Hessisch Oldendorf auf der Kreisstraße zwischen Krückeberg und Zersen als Tierfänger im Einsatz. In Höhe Bannensieks Mühle war ein Pferd entlaufen.

Mehrere Stunden lang hielten vier ausgebüxte Rinder Beamte aus Hameln und Bad Pyrmont in Atem. Zunächst hielten sich die Tiere auf der Landesstraße zwischen Hämelschenburg und Amelgatzen auf, wechselten dann auf die Bahnstrecke Emmerthal–Bad Pyrmont. Der Notfallmanager der Bahn wurde informiert – Züge befuhren den Streckenabschnitt daraufhin mit maximal 40 Stundenkilometern. Um kurz vor ein Uhr hatten die Polizisten und der Eigentümer der Tiere die Rinder wieder zurück auf die Weide treiben können.

In den Morgenstunden mussten Streifenwagenbesatzungen aus Hameln und Hessisch Oldendorf erneut als Cowboys tätig werden. Zwei Rinder liefen auf dem Verbindungsweg zwischen Hessisch Oldendorf und Großenwieden umher. Um kurz vor 8 Uhr waren sie wieder auf ihrer Weide, von wo sie vorher ausgebüxt waren.

Am Mittwochnachmittag ging bei der Polizei der Hinweis auf ein Pony, einen Esel und ein Maultier ein, die in Königsförde auf der Aerzener Straße herumlaufen sollten. In diesem Fall kümmerte sich sofort die zuständige Halterin um die ausgerissenen Tiere.

Mittwochvormittag wurde der Leitstelle eine Kuh gemeldet, die auf der Kreisstraße zwischen Egge und Schevelstein auf der Fahrbahn stehen sollte. Hier informierte die Aerzener Polizei die Halterin des Tieres, die sich sofort darum kümmerte.



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