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Verwaltungsspitzen bei Polizeidirektion / Sicherheitsbericht vorgestellt

Polizei steht vor Verjüngungskur

HAMELN. Einmal im Jahr kommen die Verwaltungschefs mit der Führungsspitze der Polizeidirektion (PD) Göttingen und der Polizeiinspektion (PI) Hameln-Pyrmont/Holzminden zusammen. Die Polizei stellt den Bürgermeistern der Region ihren Sicherheitsbericht vor, gibt Einblicke in die Arbeit der Beamten. Am Freitag war es wieder so weit.

veröffentlicht am 05.05.2018 um 12:03 Uhr

Hessisch Oldendorfer unter sich: Hauptkommissar Wolfgang Römer erklärt Bürgermeister Harald Krüger die Polizeiausrüstung. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Upps.“ Harald Krüger muss sich schon etwas anstrengen, um die schwere Sicherheitsweste eines Polizeibeamten anzuheben. Wolfgang Römer, Leiter der Hessisch Oldendorfer Polizeistation, erklärt dem Bürgermeister die Ausrüstung, die seine Kollegen im täglichen Dienst mit sich führen – vom Teleskopstock bis hin zur Pfefferspraydose. Allein die Weste wiegt fast 15 Kilogramm. Das Gewicht spürt Krüger.

Die Verwaltungen stehen eigentlich im ständigen Austausch mit den Dienststellen in ihren Städten und Gemeinden. Man kennt sich gut untereinander. Doch einmal im Jahr kommen die Verwaltungschefs mit der Führungsspitze der Polizeidirektion (PD) Göttingen und der Polizeiinspektion (PI) Hameln-Pyrmont/Holzminden zusammen. Die PD stellt den Bürgermeistern der Region ihren Sicherheitsbericht vor, gibt Einblicke in die Arbeit der Beamten.

Die aktuellen Fallzahlen aus ihren Kommunen kennen die Bürgermeister bereits aus der gerade veröffentlichen polizeilichen Kriminalstatistik. Dennoch, als eine Zahl vorgestellt wird, nicken die Verwaltungschefs anerkennend: 72,71 Prozent. So hoch ist die Aufklärungsquote der im Landkreis Hameln-Pyrmont gemeldeten Straftaten (Holzminden 69,46 Prozent). Dies sei der Spitzenwert in ganz Niedersachsen, wie der Präsident der Polizeidirektion, Uwe Lührig, feststellt.

Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit sei im vergangenen Jahr neben der Bekämpfung aktueller Erscheinungsformen des Terrorismus und der Cyber-Kriminalität der Kampf gegen Einbrecher gewesen, so Lührig. Gerade Wohnungseinbrüche beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl und das Wohlbefinden der Bürger nachhaltig. Ein Thema also, bei dem die Bürgermeister besonders die Ohren spitzen.

In den kommenden fünf Jahren muss 25 Prozent des Personals ersetzt werden.

Uwe Lührig, Polizeipräsident

Die Verwaltungschefs erfahren von der im vergangenen Jahr neu eingerichteten Koordinierungsstelle „Eigentum“ und Kontrollmaßnahmen auf Straßen und in Wohngebieten, die Beamte wiederkehrend durchführen. Ein Maßnahmenbündel, mit dem vielleicht eine Kehrtwende eingeleitet wurde. „Unsere Kontrollmaßnahmen sind ein entscheidendes Erfolgskriterium für unsere tägliche Arbeit“, ist sich Polizeivizepräsident Bernd Wiesendorf sicher.

Eines haben die in Hameln und Holzminden tätigen Polizeibeamten mit Sicherheit: enorm viele Einsätze. „Die Gesamtzahl von 37 802 weist ein Plus von 5360 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr auf – und das bei einer rückläufigen Bevölkerungszahl“, erläutert Kriminaldirektor Ralf Leopold. Der Leiter der PI erinnert an die große Suchaktion nach einem Flugzeugabsturz bei Coppenbrügge und an Großveranstaltungen wie das VW-Veteranentreffen in Hessisch Oldendorf, bei denen viele Polizeikräfte gebunden waren.

An neue Gesichter in „ihren“ Polizeistationen und Wachen werden sich die Kommunalvertreter in den nächsten Jahren gewöhnen müssen. Wie die Polizeiführung erläutert, werden demnächst viele Beamte in Pension gehen. In den kommenden fünf Jahren werde es erforderlich, dass 25 Prozent des Personals ersetzt werden muss.

„Der Sicherheitsbericht macht deutlich, dass die Polizeidirektion in der Gesamtheit auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Wir setzen diesen Weg auch in diesem Jahr konsequent fort“, verspricht Polizeipräsident Lührig den Bürgermeistern.

Mein Standpunkt
Frank Neitz
Von Frank Neitz

Polizei und Kommunen betonen, dass sie im ständigen Austausch seien. Das dürfen die Bürger auch erwarten. Schließlich geht es um deren eigene Sicherheit. Nun gibt es auch jährliche Zusammenkünfte mit der Polizeispitze. Bleibt zu hoffen, dass die Bürgermeister beim Gespräch gewonnene Eindrücke und Anregungen in die Tat umsetzen.



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