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Antrag auf Erlaubnis zur Einleitung von Salzwasser in die Werra bis 2021 abgelehnt

Politik verweigert K+S die Gefolgschaft

Hameln-Pyrmont (HW). Die Politik im Landkreis Hameln-Pyrmont hat gestern einen Antrag der Kali + Salz AG auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Einleitung von Salzwasser in die Werra abgelehnt. Einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und erneuerbare Energien entschieden, dass die Verwaltung diesen einmütigen Beschluss dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mitteilen solle. Das Ministerium in Hannover hatte den Landkreis über den Antrag des Kasseler Unternehmens auf Einleitung weiterer Salzabwässer in die Werra bis zum 31. Dezember 2021 unterrichtet. Aus Sicht der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont sei diese Erlaubnis jedoch zu verweigern, da sie den „Bewirtschaftungszielen für oberirdische Gewässer nach dem Wasserhaushaltsgesetz“ widerspreche. Der Ausschuss folgte der Verwaltungsmeinung.

veröffentlicht am 27.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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Lothar Wolters, für den Fischereiverband beratendes Mitglied in diesem Gremium und Vertreter am runden Tisch gegen die Weserversalzung, berichtete, dass ein Unternehmen aus Sondershausen ein Verfahren entwickelt habe, durch Verdampfung 70 bis 80 Prozent der Wertstoffe aus den Abwässern herauszunehmen und diese zu vermarkten. „Dazu ist jedoch die Bereitschaft erforderlich, das K + S mit der Spezialfirma zusammenarbeitet, denn die Zusammensetzung der Abwässer ist noch geheim. Niemand weiß bis heute, was exakt eingeleitet wird“, sagte der sachkundige Bürger aus Hameln. Er bezweifelt jedoch, dass der Antrag des Kasseler Unternehmen seitens der Behörden abgelehnt wird, weil K+S mit 4000 Arbeitsplätzen „drohen“ könne. „Aber der Druck im Kessel nimmt zu, weil sich inzwischen auch die EU mit dem Thema befasst“, sagte Wolters.

Dr. Helmut Burdorf sprach sich für den Bau einer Nordsee-Pipline aus, denn wegen des hohen Energiebedarfes sei es für die Umwelt zweifelhaft, Wasser zu verdampfen, begründete der Grünen-Fraktionschef im Kreistag. Seine Fraktionskollegin Britta Kellermann hingegen bezeichnete das Verfahren als „interessant und verfolgenswert“. Allerdings dürfe dafür kein weiteres Kohlekraftwerk gebaut werden, forderte die Grünen-Politikerin.

Durch weitere Einführung von Salzwasser in die Werra sieht die Politik Weser nebst Flora und Fauna gefährdet.Foto: Wal



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