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Klimaschützer wollen sie verbannen

Plastiktüte? Nein, danke!

Weserbergland. Plastik kommt nicht mehr in die Tüte – Hameln-Pyrmont soll frei von Einkaufstüten aus Kunststoff werden. Eine Vision, die die Klimaschutzagentur Weserbergland, die Jugendinitiative „KliMotion“ und der Landkreis in den kommenden sechs Jahren real werden lassen wollen. Wie dieses Ziel genau erreicht werden soll und wie der Plan dafür aussieht, dazu konnte die Klimaschutzagentur gestern auf Nachfrage nichts sagen. Nur soviel: „Wir wollen in einem ersten Schritt die Öffentlichkeit sensibilisieren. Der Verbraucher hat ja die Macht, der muss dann handeln.“

 

von Felix David

veröffentlicht am 05.12.2014 um 09:44 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:41 Uhr

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Weserbergland. Plastik kommt nicht mehr in die Tüte – Hameln-Pyrmont soll frei von Einkaufstüten aus Kunststoff werden. Eine Vision, die die Klimaschutzagentur Weserbergland, die Jugendinitiative „KliMotion“ und der Landkreis in den kommenden sechs Jahren real werden lassen wollen. Wie dieses Ziel genau erreicht werden soll und wie der Plan dafür aussieht, dazu konnte die Klimaschutzagentur gestern auf Nachfrage nichts sagen. Nur soviel: „Wir wollen in einem ersten Schritt die Öffentlichkeit sensibilisieren. Der Verbraucher hat ja die Macht, der muss dann handeln.“
 „Die tragende Rolle beim Einkauf übernimmt dafür der klassische Umweltbeutel“, sagt Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland. „Unser Landkreis ohne Plastiktüten“ – eine Kampagne, die sogar zur Vorbildaktion für andere Kommunen werden soll. Für den Auftakt ihres Projektes haben die Klimaschützer den zweiten Adventssamstag gewählt, weil es einer der Haupteinkaufstage des Jahres ist. Morgen ziehen also Mitarbeiter der Klimaschutzagentur und Jugendliche von „KliMotion“ zwischen 10 und 16 Uhr durch Hamelns Innenstadt, sammeln Plastiktüten ein und verteilen dafür umweltschonende Stoffbeutel. 750 Umwelttaschen aus Bio-Baumwolle haben die Klimaschützer dabei. Sie tun dabei alles, damit sie nicht übersehen werden: In tierischen Kostümen wollen die Umweltschützer zum einen auf die durch den Klimawandel bedrohten Tierarten hinweisen und zum anderen ausdrücklich mit ihrem Credo „Plastik ist untragbar“ herausragen.
 Die stellvertretende Landrätin Ruth Leunig unterstützt die Aktion am Nikolaustag. Ab 14 Uhr wird sie für einen Landkreis ohne Plastiktüten werben und die Passanten zum Mitmachen animieren. „Jeder Bürger kann dazu beitragen, den Verbrauch von Plastiktüten zu verringern und damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, betont Dorian Maerten, der für die Anti-Plastiktüten-Kampagne verantwortlich ist. Am Nachmittag werden die Akteure die Sammlung aus Kunststoff in einem heliumgefüllten Luftballon schweben lassen – „damit die Bandbreite des vermeidbaren Mülls deutlich wird“. 5,3 Milliarden Plastiktüten werden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland pro Jahr verbraucht. Meist landen sie im Hausmüll und werden verbrannt, statt wiederverwendet oder wiederverwertet zu werden. „Plastiktüten sind überall, umspülen die Füße am Strand, bilden Müllteppiche und ganze Landschaften“, mahnt Timm. Für den Verbraucher seien die Plastiktüten zwar oft kostenlos. „Dennoch kommen sie uns teuer zu stehen, weil für die Produktion Rohöl, Strom und Wasser eingesetzt werden.“
 Für eine „Hameln-Pyrmont-Tasche“ wird zudem ein Motiv gesucht. Geplant ist, die Baumwolltasche mit zahlreichen Einzelhändlern im Landkreis einzuführen und so möglichst viele Plastiktüten zu verdrängen. Entwürfe für ein regionales Taschen-Motiv können bis zum 31. März 2015 an die Klimaschutzagentur Weserbergland, HefeHof 8, 31785 Hameln, oder per E-Mail an maerten@klimaschutzagentur.org geschickt werden.

 

von Felix David



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