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Rübenabfuhr endet / Trotz schwieriger Wetterbedingungen eine gute Ernte

Plane verhindert Zuckerverlust

Hameln-Pyrmont. „Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, die Rübenkampagne erst Anfang Oktober und damit zwei Wochen später als geplant zu starten“, lautet das Fazit von Karl-Friedrich Meyer. Der Vorsitzende des Verbandes der Rübenanbauer im Lippe-Weser-Raum fährt fort: „Die Erträge haben sich im Herbst während der Kampagne noch positiv entwickelt.“

veröffentlicht am 23.12.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Barbara Jahn-Deterding
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Das sei nach den Ergebnissen der Proberodungen im Sommer nicht zu erwarten gewesen, „weil wir es mit extremen Witterungsverhältnissen zu tun hatten“, erklärt Karl-Friedrich Meyer, Landwirt aus Tündern. „Die schwierigen Bedingungen im Frühjahr führten zu einer verspäteten Rübenaussaat. Auch die folgende kühle und nasse Witterung setzte den Rüben zu. Anschließend wurden die Bedingungen besser und die Rüben entwickelten sich bis in den Frühsommer hinein ganz ordentlich. Dann kamen Hitze und Trockenheit – und in der Phase, in der die Rüben viel Wasser brauchen, fehlte dieses“, führt Dr. Stefan Brinker aus. Der Geschäftsführer des Anbauerverbandes im Lippe-Weser-Raum erklärt, dass „die Rüben im September und Oktober noch deutlich an Ertrag zulegen konnten“, sodass am Ende eine gute Ernte herauskam.

Das Ergebnis bewegt sich im Mittel der letzten fünf Jahre. Demnach haben die rund 800 Landwirte aus der Region, die ihre Zuckerrüben zur Fabrik von Pfeifer und Langen, einem der größten deutschen Zuckerproduzenten, in Lage liefern, rund 73 Tonnen je Hektar mit 17,8 Prozent Zuckergehalt geerntet. Im Vorjahr waren es 77,5 Tonnen je Hektar mit 18,7 Prozent Zucker.

Wenn die Rübenkampagne in diesen Tagen zu Ende geht, sind 580 000 Tonnen Rüben ins Werk von Pfeifer und Langen geliefert worden. „Beim Roden gab es in diesem Jahr kaum Probleme“, sagt Alexander Sommermeier aus Fischbeck, Beiratsmitglied für die Region Hessisch Oldendorf im Verband der Rübenanbauer. Dr. Stefan Brinker spricht von „einer problemlosen Verarbeitung der angelieferten Rüben. Die Fabrik lief ohne größere Störungen. Wobei die Niederschläge Mitte Oktober und Anfang November schon zu Ernteproblemen geführt haben, was wir an höheren Erdanteilen in den Rübenlieferungen gemerkt haben“.

Was die Lagerung der Zuckerrüben nach dem Roden am Feldrand anbelangt, hat sich das Abdecken der Mieten mit Folien bewährt. Ursprünglich lediglich als Frostschutz gedacht, stellten die Bauern fest, dass unter der Folie die Erde, die den Rüben anhaftet, gut abtrocknet und abfällt. „Außerdem wird durch das Abdecken der Zuckergehalt stabilisiert“, wie Karl-Friedrich Meyer erklärt. Will heißen, der Verlust an Zucker, der früher mit dem Lagern einherging, wird aufgefangen. Das Abdecken ist freiwillig, aber inzwischen ein eigener Geschäftszweig, das Lohnunternehmen für die Rübenanbauer durchführen.

Das Abdecken der Mieten mit Folien hat sich bewährt: So wird auch der Zuckergehalt stabilisiert.bj



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