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Piel und Meyer bei Gauck-Wahl

Weserbergland. Die Grüne Landesvorsitzende Anja Piel aus Hessisch Oldendorf und der Landtagsabgeordnete Christian Meyer aus Holzminden vertreten ihre Partei in der Bundesversammlung zur Neuwahl des Bundespräsidenten.

veröffentlicht am 26.02.2012 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

piel und Meyer
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Nach dem Rücktritt von Christian Wulff wurden die beiden jetzt vom Landtag auf Vorschlag der grünen Landtagsfraktion für die Bundesversammlung am 18. März 2012 einstimmig nominiert. Die 46-jährige Industriekauffrau Anja Piel ist seit 2010 Landesvorsitzende der Grünen und Kreisvorsitzende in Hameln Pyrmont. Der 36-jährige Diplom-Sozialwirt Christian Meyer ist Vize-Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag und dort zuständig für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden.

Die Bundesversammlung besteht aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleich großen Zahl von Vertreterinnen und Vertretern der Länder. Da die anderen niedersächsischen Parteien niemanden aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden benannt haben, sind die beiden Grünen-Politiker die einzigen zusätzlichen Vertreterinnen aus der Region neben den Bundestagsabgeordneten.

Anja Piel und Christian Meyer wurden auf Vorschlag der Grünen Fraktion vom Landtag einstimmig zur Wahl des Staatsoberhaupts nominiert. "Ich freue mich, dass ich in Berlin bei der Neuwahl des Bundespräsidenten mitwirken kann. Diese Wahl setzt einen Schlusspunkt unter die kurze unrühmliche Amtszeit Wulffs, dem es nicht gelungen ist, in der Verantwortung anzukommen", sagte Piel zu ihrer Nominierung. Auch Christian Meyer begrüßte die Neuwahl: "Christian Wulff hat das Ansehen des Amtes schwer beschädigt. Der Antrag auf Aufhebung der Immunität war auch ein Signal dafür, dass es kein Kavaliersdelikt ist, der Opposition im Landtag als Ministerpräsident unvollständige und falsche Antworten zu geben." Wulff geht leider durch sein Verhalten nun als "Schnäppchen-. Und Mitnahmepräsident" in die Geschichtsbücher ein. „Da viele Fragen über die Verstrickungen zwischen Wirtschaft, CDU und FDP offen bleiben, begrüßen wir, dass die Aufklärung weitergeht", so Piel und Meyer. "Auch die Frage von Wulffs Anspruch auf einen Ehrensold in sechsstelliger Höhe ist zu klären", so Meyer. Insgesamt benannte die Grüne Fraktion für ihre fünf Vertreter in der Bundesversammlung neben Meyer und Piel, den Fraktionsvorsitzenden Stefan Wenzel, die Europaabgeordnete Rebecca Harms und die migrationspolitische Sprecherin Filiz Polat. Als überparteilicher Kandidat für CDU, SPD, FDP und Grüne tritt Joachim Gauck an. "Hätte Frau Merkel schon vor zwei Jahren die Klugheit besessen, den Vorschlag für einen gemeinsamen Kandidaten aufzugreifen, wäre der CDU viel Ärger erspart geblieben - Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will Joachim Gauck", so Anja Piel.

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