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Polizei setzt Hubschrauber zur Fahndung ein und informiert Gemeinde-Spitzen

Phönix sucht Feuerteufel

Aerzen/Emmerthal. Bei der großangelegten Fahndung nach dem Serienbrandstifter hat die von der Polizeiinspektion Hameln/Holzminden eingesetzte siebenköpfige Ermittlungsgruppe in der Nacht zu gestern erstmals einen Hubschrauber eingesetzt. Stundenlang kreiste die Besatzung von „Phönix 93“ über den Gemeinden Aerzen und Emmerthal. Dort hat der Unbekannte seit Anfang Oktober zahlreiche Feuer gelegt. Das typische Knattern, das beim „Durchschneiden“ der Luftwirbel durch die Rotorblätter entsteht, war kilometerweit zu hören – auch in Klein Berkel. Gefasst wurde der Unbekannte zwar nicht, aber immerhin hat es nicht wieder gebrannt.

veröffentlicht am 22.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 14:15 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Am Mittwochabend hatten sich führende Vertreter der betroffenen Gemeinden sowie von Feuerwehr und Polizei im Inspektionsgebäude zu einem Informationsaustausch getroffen. „Wir wollen durch dieses Gespräch gewährleisten, dass die Verantwortlichen auf einem einheitlichen und aktuellen Informationsstand sind“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion, Kriminaldirektor Ralf Leopold. Der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Jens Kozik, stellte dem Bürgermeister der Gemeinde Aerzen, Bernhard Wagner, dem Ersten Gemeinderat der Gemeinde Emmerthal, Elmar Günzel, dem Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke und den beiden Gemeindebrandmeistern Friedhelm Senke und Karl-Heinz Brockmann den Verlauf der Brandserie dar und erläuterte kurz den aktuellen Stand der Ermittlungen. Das polizeiliche Lagebild sei durch die Einsatzerfahrungen der Feuerwehren ergänzt worden, hieß es später. Der Erste Kriminalhauptkommissar Axel Brünger, der das unter anderem für Brandsachen zuständige Fachkommissariat 1 leitet, warb um Verständnis dafür, „dass wir derzeit gegenüber der Öffentlichkeit noch keine detaillierten Auskünfte zu unserem Einsatzkonzept geben können“.

Die Gemeinde-Spitzen wiesen „auf die hohe Sensibilität und die vermehrt festzustellende Beunruhigung in der Bevölkerung“ hin, die derzeit auch in den Rathäusern spürbar sei. Die Sorgen müssten sehr ernst genommen werden. Die Runde warnte zugleich vor Panikmache und blindem Aktionismus.

In eine Rundmail an seine Feuerwehrkameraden hat Aerzens Ortsbrandmeister Heinz Brand gebeten, sich nicht an einer (möglicherweise bereits wieder gelöschten) Facebook-Gruppe mit dem Namen „Aerzen hilft sich selbst“ zu beteiligen. Man habe ihm mitgeteilt, dass dort „untergründig zur Selbstjustiz aufgerufen werde“, sagte Brand im Gespräch mit der Dewezet. „Wer sich trotzdem dort äußern möchte, dem empfehle ich, sich vorher im Strafgesetzbuch über die möglichen Konsequenzen zu informieren.“ Fakt sei, dass die Serie von Brandstiftungen Existenzängste schüre. Feuerwehrleute, gerade freiwillig tätige, seien durch andauernde nächtliche Einsätze über die Maßen belastet. „Alle Aerzener und Emmerthaler wären dankbar, wenn der Spuk endlich ein Ende hätte“, sagte Brand.

Video zum 13. Feuer und interaktive Karte auf dewezet.de

Polizeihubschrauber „Phönix“ (hier mit Scheinwerfer bei einer Suchaktion an der Weser) war in der Nacht zu gestern an der Fahndung nach dem Brandstifter, der 13. Feuer gelegt hat, beteiligt. Das Knattern zeigte Wirkung – gebrannt hat es nicht.ube (2)/Archiv



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