weather-image
23°
Keine Fachkräfte, volle Heime: Jetzt kommen alle Beteiligten an einen Tisch und suchen nach Lösungen

Pflegefall Pflege

HAMELN-PYRMONT. Ist der Pflegenotstand in Hameln-Pyrmont besonders groß? Das Interesse am Thema in jedem Fall. Jetzt kommen alle Beteiligten an einen Tisch zusammen und suchen nach Lösungen.

veröffentlicht am 25.02.2018 um 13:00 Uhr

Fachkräfte im Bereich Pflege werden auch in Hameln-Pyrmont händeringend gesucht. Foto: dpa
Karen Klages

Autor

Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zur konstituierenden Sitzung des Pflegetisches des Landkreises Hameln-Pyrmont begrüßten die Initiatorinnen Karoline Adamski vom Senioren- und Pflegestützpunkt und Monika Steudle von der Gesundheitsregion 70 Gäste – sie arbeiten im Bereich Pflege, sind Einrichtungsleiter oder leiten einen ambulanten Dienst, sind in der Politik tätig, bei Stadt, Landkreis oder anderen kommunalen Einrichtungen, bei Pflegekassen, in Schulen oder Ausbildungsstätten. Die Vernetzung in der Region ist „ganz okay“ wie es heißt – das Versorgungsangebot hingegen nicht. „Dramatisch“ wirkt sich der Fachkräftemangel aus, heißt es; Einrichtungen sind voll, es gibt dort keine Plätze mehr, weder für die Kurzzeitpflege noch für die vollstationäre Aufnahme. Ambulante Dienste stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen und müssen Patienten abweisen. Zudem werden Mitarbeiter händeringend gesucht: „Ich habe seit fünf Monaten keine Fachkraftbewerbung mehr auf dem Tisch gehabt“, berichtet ein Teilnehmer.

Besonderes Interesse gilt der Arbeitsgruppe Fachkräftemangel.“

Karoline Adamski, Senioren- und Pflegestützpunkt

Was also tun? Erst einmal ein Netzwerk schaffen. Der Pflegetisch, unterstützt vom Bundesgesundheitsministerium, soll alle an einen Tisch bringen. „Die Pflege soll gestärkt werden“, sagt Moderatorin Silke Eschenbeck von der IFOK GmbH, einer Kommunikations- und Strategieberatung. Doch wie? Rosemarie Kreiensen, Kreistagsmitglied und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit, sieht die Bezahlung der Pflegekräfte als ein Problem. Man könne dies und die Gesetzeslage zwar nicht ändern, aber „wir müssen den Beruf wieder interessant machen“, sagt sie. Es brauche, so einige Teilnehmer, neue Ideen, die Leute für den Beruf zu qualifizieren. Dass Ausbildungsstätten wie die Impuls gGmbH und die Berufsbildenden Schulen beim Pflegetisch mit dabei sind, sei daher richtig. Denn der Fachkräftemangel ist auch hier in der Region ein großes Problem, das Wort „Riesennotstand“ hört man immer wieder. Als Pflegefachkraft, so berichtet eine Teilnehmerin, habe man das Gefühl, allein gelassen zu werden. Ihr Ziel bei dieser Veranstaltung: „Die Pflegekräfte sollen Gewinner sein.“

Um konkrete Ergebnisse zu erzielen, wurden Arbeitsgruppen gebildet. „Besonderes Interesse gilt der Arbeitsgruppe Fachkräftemangel“, betont Adamski. Die weiteren Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit den Themen „Begeisterung von Schülern für den Pflegeberuf“, „Quartiersentwicklung“ und „Vernetzung“: Bei der Quartiersentwicklung geht es darum, mit Nachbarschaftshilfe und anderen Angeboten die Strukturen vor Ort zu verbessern; die Arbeitsgruppe „Vernetzung“ wird sich mit der Gestaltung des Pflegetisches befassen. Wie Adamski erklärt, werden sich die Arbeitsgruppen in nächster Zeit zusammenfinden. Die Betreuung übernimmt die Gesundheitsregion. Die Arbeitsgruppe ,Vernetzung‘ bleibt beim Senioren- und Pflegestützpunkt. Bereits seit fünf Jahren existiert dieser; seit drei Jahren gibt es die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont. Gute Ansätze zur Vernetzung sind also da – doch wie geht es weiter? Antworten gibt es beim nächsten Pflegetisch, der am 22. August stattfindet. Anmeldungen und Infos unter 0 51 51 / 903 51 15.

270_0900_82893_wb_101_2602_Karoline_Adamski.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt