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Hochschule Weserbergland und Kreis gegen Fachkräftemangel

Pflege als Studienfach

HAMELN-PYRMONT. In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und der ambulanten Pflege herrscht ein dramatischer Mangel: Es gibt zu wenig Personal – eine Situation, die in der Altenpflege zum Pflegenotstand geführt hat. Laut einer Prognose des niedersächsischen Sozialministeriums fehlen bis zum Jahr 2030 zwischen 21 000 und 52 000 Altenpfleger. Landkreis und die Hochschule Weserbergland (HSW) wollen nun gegensteuern - mit Geldern für ein neues Studienfach.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 16:19 Uhr

Foto: pixabay
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Für ein Kooperationsprojekt zur Entwicklung von Projekten der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Fachkräfte in der gesundheitlichen Prävention, der medizinischen Fachassistenz, in Pflegeberufen und anderen gesundheitsnahen Berufsfeldern werden der Hochschule Weserbergland in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt maximal 125 000 Euro bereitgestellt. Hierzu hat die Politik im Ausschuss für Soziales und Gesundheit seine Zustimmung gegeben. Der Landkreis Hameln Pyrmont ist seit 2014 – gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen – „Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont“. Ziel der Gesundheitsregion ist es, wohnortnah eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in regionaler Verantwortung sicherzustellen.

Hierbei sollte seit 2014 der Kooperation mit der Hochschule Weserbergland eine Schlüsselstellung zukommen. Vorgesehen war, die HSW im Rahmen einer Kooperation mit dem Aufgabenschwerpunkt „Pflege“ einzubinden. Im Jahr 2015 hatte die HSW jedoch den Studiengang Gesundheitsmanagement eingestellt und sich aus dem Studiensegment Pflege/Gesundheit zurückgezogen.

Wie Heidi Pomowski, als Dezernatsleiterin beim Kreis für den Bereich Gesundheit zuständig, jetzt mitteilte, möchte die HSW in enger Anbindung an die Gesundheitsregion das Themenfeld wieder aufnehmen. Der Präsident der Hochschule Weserbergland, Prof. Hans Ludwig Meyer, und Dr. Peter Schulte sind bereits seit mehreren Monaten in Gesprächen mit der Kreisverwaltung und haben auch an verschiedensten Veranstaltungen der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont teilgenommen. Bedarfserhebungen und die Entwicklung von Projekten der Aus-, Fort- und Weiterbildung beispielsweise für medizinisches Fachpersonal und Pflegepersonal sollen Ausbildungsbedarfe aufzeigen. Soweit sinnvoll und möglich, will man sich bei der Umsetzung von konkreten Angeboten der Aus-, Fort- und Weiterbildung um Fördermöglichkeiten etwa aus Landesmitteln bemühen.

Zur Umsetzung der Kooperation richtet die HSW eine halbe Professur mit dem Arbeitsbereich Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement ein. Die Professur wurde zum 15. Januar befristet und kommissarisch von Dr. Peter Schulte besetzt. Es folgt eine öffentliche Ausschreibung mit Berufungsverfahren.

Mit einer Kooperationsvereinbarung will der Landkreis die Personal- und Sachkosten für die neue halbe Professur auf insgesamt zweieinhalb Jahre mit höchstens 50 000 Euro pro Jahr finanzieren. Wie Dezernatsleiterin Pomowski erklärt, „hofft der Landkreis in zwei Jahren aus der Projektfinanzierung wieder aussteigen zu können“. Dann soll sich die Professur aus den geschaffenen Bildungsangeboten weiter finanzieren.

Termin: Am Donnerstag findet in Hameln die konstituierende Sitzung des Pflege-Tisches der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont und des Senioren- und Pflegestützpunktes statt. Der Pflege-Tisch soll die Angebote für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen weiterentwickeln.



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