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Pferdesteuer hebt Reiter aus dem Sattel

Weserbergland (sas). Sollen Pferdebesitzer für ihre Tiere Steuern zahlen? Der Städtetag verspricht sich davon einiges, Reiter befürchten einen schweren Schaden für ihren Sport.

veröffentlicht am 14.08.2012 um 16:50 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

Sonja Hellwig von der Reitanlage Hellwig und Matthes in Pegestorf besitzt acht Pferde, hier mit „Herci“.
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Um das Haushaltsdefizit zu senken, hat sich das Land Niedersachsen nach einer neuen Einkommensquelle umgesehen. Wie die Bundesländer Hessen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wird nun über eine Pferdesteuer nachgedacht, die Mehreinnahmen von bis zu 142 Millionen Euro versprechen.

Von dieser Idee ist der Gründer des Trakehner Gestüts Hämelschenburg Otto Langels ganz und gar nicht begeistert. Mehr als 50 Pferde leben auf seinem Gestüt; bei dem bisher diskutierten Betrag von 750 Euro würden mehr als 37 000 Euro fällig werden – ein Schlag ins Gesicht. „Es ist furchtbar“, erklärt er, „ man tut der Pferdehaltung keinen Gefallen. Wir als Privatleute bekommen keine Fördergelder wie die großen Gestüte des Landes. Falls es zur Einführung der kommunalen Steuer kommt, wird unser Gestüt höchst unwirtschaftlich.

Laut dem niedersächsischen Geschäftsführer des Städtetages, Christian Geiger, würden die geplanten 750 Euro mehr im Jahr nicht ins Gewicht fallen, da die Unterhaltung eines Pferdes an sich schon einige Tausend Euro kosten würde und Pferdehalter es sich somit sicher zusätzlich leisten könnten. „Das stimmt so gar nicht. Viele unserer Reiter sparen vom Munde ab und verzichten sogar auf ihren Urlaub, um ihr Pferd halten zu können“, sagt Sonja Hellwig von der Reitanlage Hellwig und Matthes in Pegestorf.

Mehr zu dem Streit zwischen Gesetzgeber und Pferdehalter, erfahren Sie in der Dewezet.

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